Tjalf Tjalvasson

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Geboren wurde Tjalf am 12. PHE des Jahres 970 BF aus der Vereinigung zwischen der Fernhändlerin Tjalva Thorimsdottir und des Elfen Fanloёn Der-vom-Baum-fiel. Schon lange hatte Fanloёn die einsame Tjalva bei ihren regelmäßigen Handelsfahrten nach Andergast aus dem Wald heraus beobachtet, und war vom ersten Moment an von ihr fasziniert. Er kannte durchaus das Verhalten von „Rosenohren“ und es war auch nichts ungewöhnliches öfter mal auf einen solchen zu treffen, doch was ihn an dieser Frau verwunderte, war die Tatsache, dass sie, statt wie jeder „normale“ Mensch die Straße zu nehmen, sich regelmäßig dazu entschied durch den Wald zu streifen. Das alleine wäre auch nicht weiter verwunderlich, gibt es doch auch Jäger unter den Menschen, aber sie war keine Jägerin. Ja, er war sich nicht einmal sicher, ob sie tatsächlich ein Tala, ein Mensch, sei. Mit ihrer über zwei Schritt großen Statur übertraf sie ihn um einige Finger, ihr Körperbau war robust und sehr muskulös. Hinzu kamen noch die sehr hellen und langen, fast komplett weißen, Haare, die sie zu einem Zopf gebunden hatte.

Die Art und Weise, mit der sie sich durch den Wald bewegte hatte etwas entfernt verwandtes an sich. Es schien fast so, als ob sie voller Ehrfurcht und Anmut durch das Unterholz ging. Als er sie dann noch dabei beobachten konnte, wie sie, nachdem sie einen Hasen erlegt hatte, sich auf ehrliche Weise bei dem toten Tier bedankte und entschuldigte, da war er sich sicher, dass sie ein ganz besonderer Mensch war. Noch in der selben Nacht schritt er an ihr Lagerfeuer, stellte sich vor und fragte sie, woher sie komme und wohin sie gehe. Tjalva, erst noch verschreckt über das plötzliche lautlose Auftauchen des Elfen, stammelte nur ihren Namen und sagte ihm, sie sei auf dem Weg in den Süden, um Handel zu treiben. Nachdem der erste Schrecken vergangen war, unterhielten sich beide über allerlei Dinge. So erzählte sie ihm unter anderem, dass ihr Vater, ein sog. Hüter des Waldes, ihr alles beigebracht hätte, was sie über die Wälder wissen musste. Nicht nur wie man sich ernährt, sondern auch wie man respektvoll im Einklang mit der Erdmutter Sumu mit ihren Gaben umzugehen hat.

Seit dieser Nacht besuchte Fanloёn Tjalva jedes Mal, wenn er sie auf ihrer Handelsreise sah und so entstand im Laufe der Jahre eine tiefe und enge Freundschaft zwischen den beiden. Seitdem packte Tjalva für Fanloёn immer einige Kräuter und Wurzeln, die sie von ihrem Vater bekommen hatte und die es in der Gegend nicht gab, ein. Im Gegenzug schenkte er ihr immer einige schöne Kunstgegenstände und bisweilen sogar auch eine selbst geschnitzte Flöte. Tjalva lernte schnell auf ihr zu spielen und so kam es, dass er eines Nachts beschloss, mit ihr das Lager zu teilen. Dies sollte auch das letzte Mal sein, an dem sich die beiden sehen sollten.

Fanloёn kehrte zu seiner Sippe zurück und es wurde ihm verboten, die Menschenfrau noch einmal zu sehen, da sie ihrer Meinung nach eine zu große Disharmonie in das Sippensalasandra brachte. So kam es, dass Fanloёn nie wieder seine geliebte Tjalva zu Gesicht bekam. Tjalva aber, die nichts von alldem wusste, brachte 9 Monate später einen Jungen zu Welt, halb Thorwaler, halb Elf, den sie Tjalf nannte.

Tjalfs Kindheit war, im Gegensatz zu der vieler normaler Kindern, von harter körperlicher und geistiger Arbeit, Enthaltsamkeit und Abstinenz geprägt. Früh lernte er unter der Obhut seines Großvaters, Thorim Thorsson, für sich und seine Familie mit Sorge tragen zu müssen. Auf dem kleinen, abgelegenem Langhaus gab es stets viel zu tun. Es gab Vieh, um das sich gekümmert werden musste, Wasser, das von einem nahe gelegenem Bach herangeschafft werden musste und dann gab es auch die täglichen geistigen Herausforderungen, mit denen sein Großvater ihn ständig konfrontierte, ja bisweilen auch quälte. Auch musste er früh lernen, sein Erinnerungsvermögen zu schulen, hatte er doch niemals das Lesen und Schreiben gelernt. Er musste sich hunderte diverse Pflanzen- und Baumarten merken, unzählige Tierspuren zu deuten wissen und dann gab es noch die täglichen Meditations-Stunden, die er abhalten musste. Alles in allem führte Tjalf ein anstrengendes, junges Leben.

Als er aber 11 Jahre alt war, wurde seine kleine Welt buchstäblich auf den Kopf gestellt: Dass er mit der Gabe der Erdmutter Sumu gesegnet war, war kein Geheimnis, floss doch zur Hälfte elfisches Blut in seinen Adern, aber mit einem Male konnte er die Kraft auf kohärente Art und Weise fließen lassen, wenn er sich nur stark genug konzentrierte. Er begriff, dass die geistigen Übungen, die er über sich ergehen lassen musste, einen tieferen Sinn ergaben. Nachdem er das verstanden hatte, begriff auch sein Großvater, dass es an der Zeit war, seine magischen Fähigkeiten zu kultivieren. So vergingen die Jahre und Tjalf erwarb immer neues Wissen, dass er wie ein Schwamm in sich auf sog. Sein natürliches Verständnis für Magie, allen voran aber die intuitive Begabung für Elementar-Magie, ermöglichte es ihm schließlich im jungen Alter von 14 Jahren bei einem der jährlichen großen Druidenzirkeln seine magische Reifeprüfung abzulegen und mit Leichtigkeit zu bestehen.

Gemäß der alten Tradition wurde Tjalf nach dem Fest in die Obhut eines anderen Lehrmeisters übergeben, um unter dessen Führung seinen Horizont zu erweitern. Sito der „Waldschrat“, wie er aufgrund seiner Affinität für das Element Humus von den anderen Mitgliedern des Zirkels genannt wurde, sollte diese Aufgabe übernehmen. Der Abschied von seiner Familie, insbesondere von seiner Mutter, fiel Tjalf sehr schwer. Die Tränen in Tjalvas Augen, als er gemeinsam mit Sito das Langhaus verließ, wird er jedenfalls niemals wieder vergessen können.

Das Leben mit Sito war von dem mit seiner Familie derartig verschieden, dass er eine Weile brauchte, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Sito hatte, im Gegensatz zu seinem Großvater, noch drei andere Lehrlinge namens Siam, Carla und Vitus, mit denen er in einer kleinen Höhle hinter einem Wasserfall lebte. Siam war ein kleiner, rothaariger Junge, gerade mal 9 Jahre alt und bereits in der Lage seine Erdkraft in geordneten Bahnen zu kanalisieren. Carla und Vitus waren zweieiige Zwillinge, 16 Jahre alt und kurz vor ihrer eigenen Reifeprüfung. Umso verständlicher ist es, dass sie Tjalf mit Misstrauen gegenübertraten, da er seine Prüfung trotz seiner Jugend bereits absolviert hatte. Unter der Führung von Sito reifte Tjalf zu einem umsichtigen und bedachtem Druiden heran, der niemals eine Gelegenheit ausließ, das elementare Gleichgewicht, wo immer es aus den Fugen geraten war, wieder zurecht zu rücken. Gemeinsam mit Sito unternahm er viele Reisen quer durch Thorwal, sogar bis in die Nivesenlanden, lernte neue Sprachen, Zauberformeln und neue Menschen kennen. Doch egal wie lange er auch fort gewesen sein mochte, er versäumte es niemals regelmäßig nach Hause zu einem Besuch zurückzukehren.

So vergingen die Jahre bis er eines Tages wie aus dem nichts immer wieder von einem seltsamen Traum von einem schwarzen Schiff und einer schwarzen Katze geplagt wurde. Ein Traum, der ihn auf ein Abenteuer führen sollte, dass er sich niemals zu träumen gewagt hätte.

Alpträume

Noch während seiner Ausbildung bei Sito begannen seltsame Alpträume Tjalf zu plagen. Anfangs bestanden sie nur aus einer wirren Aneinanderreihung von einzelnen Bildern diverser Orte oder Menschen, doch im Laufe der Zeit veränderten sich die Bilder.

Immer häufiger träumt er von einem ganz und gar schwarzem Schiff mit schwarzen Segeln auf dessen Heck sich eine fette schwarze Katze mit leuchtenden grünen Augen räkelt. Daraufhin befindet sich Tjalf mitten in einer Einöde und blickt so lange auf einen entfernt aus dem Horizont ragenden, ebenfalls schwarzen Turm, bis die Sonne dessen Turmspitze berührt und alles in ein gleißendes Licht taucht. All das wird durchgehend von einem traurigem Frauengesang untermalt. Sobald das helle Licht verschwunden ist, öffnet Tjalf seine Augen und stellt fest, dass er sich mitten in einem Wald befindet. Auf dem Waldboden liegt frischer Schnee und während er seinen Blick ringsum schweifen lässt, sieht er auf einmal ein Einhorn, das ihn regungslos anstarrt. Von einem plötzlichem Rascheln erschreckt, wendet Tjalf kurz seinen Blick von dem majestätischem Tier ab und sucht nach der Quelle des Geräuschs. Wieder sieht er eine schwarze Katze an, die sich aus dem Unterholz gelöst hat und ihn anscheinend fort locken will. Gebannt von dem Tier folgt er ihm durch den Wald und sieht sich auf einmal vor einer großen Pyramide aus Stein gebaut. Neugierig geht er durch den Eingang und findet , auf einem Podest liegend, ein Buch, dessen Einband mit filigranen elfischen Schriftzeichen verziert ist. Gebannt von dem Buch streckt er seine Hand danach aus, doch ehe er das Buch berühren kann, wird er von einer Vision einer Kreatur, die wie eine Kreuzung aus Mensch und Schlange aussieht, geplagt. Als er wieder zu sich kommt, sieht er dann zum letzten Mal das schwarze Schiff und der melancholische Gesang bricht abrupt ab. Es folgt ein Moment der Stille, als er auf einmal ein pechschwarzes Einhorn in der Ferne erblicken kann. Das ist der Moment, in dem Tjalf schweißgebadet aufwacht.

Die Reise beginnt

Nachdem Tjalf lange genug von diesen Träumen geplagt wurde, beschloss er, sich Hilfe zu suchen. Zuerst befragte er seinen Meister Sito, doch dieser mahnte in erst zur Ruhe und zur Besonnenheit. Sito war der Meinung, dass es sich nur um einen bedeutungslosen Traum handeln würde und dass sich Tjalf nicht den Kopf darüber zerbrechen sollte. Doch Tjalf wäre nicht Tjalf wenn er so leicht aufgeben würde. In den folgenden Wochen kam es öfter zu einer Reihe hitziger Diskussionen zwischen Meister und Schüler bezüglich der Bedeutung von Träumen und irgendwann kam Sito zu dem Entschluss, dass es für seinen Schüler das Beste wäre, wenn er der Bedeutung dieses Traumes nachginge, zumal die Ausbildung sowieso schon abgeschlossen war und Tjalf sich auf nichts anderes konzentrieren konnte, als die Lösung dieses Rätsels.

„Auf Anhieb fallen mir zwei Personen ein, die dir vermutlich bei deiner Suche helfen können“, sprach Sito. „Bei der einen handelt es sich um einen alten Freund von mir. Simidriel wird er genannt. Simidriel Eissänger. Zur Zeit unterrichtet er an der Runajasko in Olport, dort solltest du ihn mit Sicherheit auch finden können. Bei der anderen Person, allerdings, solltest du Vorsicht walten lassen. Ich rate dir sie nicht aufzusuchen, denn sie ist unberechenbar und mächtig zugleich. Es ranken sich viele Legenden um sie und es sind keine guten. Tula von Skerdu soll das Meer der Sieben Winde mit einem schwarzem Schiff befahren und gnadenlos Jagd auf al’anfanische Schiffe machen. Hüte dich vor ihr, mein junger Schüler, was immer du tust, suche sie auf keinen Fall auf!“

Von den Worten seines Meisters ermutigt, brach Tjalf sodann Richtung Thorwal auf, um Simidirel Eissänger ausfindig zu machen, in der Hoffnung, dass er ihm die Bedeutung seiner Träume nennen könne. Die Reise nach Thorwal gestaltete sich ereignislos aber die Ankunft hatte es in sich. Thorwal war die größte Stadt, die Tjalf jemals zu Gesicht bekommen hatte. In den Gassen tummelten sich Massen von Menschen, Zwergen, einige Elfen und sogar Orks herum. Die Düfte der Stadt waren alles andere als angenehm und die Straßen waren voller Matsch und Unrat, dass es ihm graute auch nur einen Fuß dort hineinzusetzen. Das alleine hätte für Tjalf ausgereicht, um auf dem Absatz kehrt zu machen, doch der Drang nach Erkenntnis wog in ihm stärker als sein Abscheu und Ekel. So fasste er sich ein Herz betrat die Stadt mit einem beklemmendem Gefühl im Magen.

In den ersten Stunden irrte er ziellos umher und verirrte sich unzählige male. Als er, völlig abgelenkt und desorientiert, versehentlich von hinten in eine Person rannte, drehte diese sich um und zwei dunkle Orkaugen blickten ihn plötzlich herausfordernd an. Unsicher, wie er sich verhalten sollte, bereitete Tjalf einen Schutzzauber vor. Ehe er ihn auslösen konnte, sprach ihn der oder die Ork an: „Du siehst verloren aus, Mensch. Wo willst du denn hin?“ „Z…z…zur Halle des Windes“, stammelte Tjalf völlig überrascht von der Wendung, die die Situation erhalten hatte. „Gehe diese Gasse in Richtung Norden und biege dann rechts in die Schustergasse ein, bis du zu dem Brunnen kommst. Von dort aus solltest du die Halle schon sehen können“, sprach der Ork in einem erstaunlich gutem Thorwalsch. Sofort drehte sich Tjalf um und rannte in die ihm beschriebene Richtung. „Und höre auf wie ein aufgescheuchtes Huhn zu rennen, du wirst noch jemanden verletzen“, hörte er den Ork hinter ihm herbrüllen.

Nach diesem Intermezzo und die ihm gegebenen Anweisungen folgend, fand er schließlich die Halle des Windes. Völlig verausgabt trat er an das Tor heran und bat um Einlass. Erst als er den Namen Simidriel fallen ließ, rührte sich die Wache und bat ihn herein. Nach kurzem Warten wurde er dann in das Arbeitszimmer Simidriels eskortiert, wo er noch eine weitere geraume Zeit auf dessen Ankunft warten sollte. Das Zimmer war, typisch für die Vorstellung eines Magiers, die er im Kopf hatte, mit einer heillosen Anzahl an Büchern und Folianten verkleidet. Die wenigen Regale konnten kaum Herr der Lage werden und beherbergten eine begrenzte Anzahl von ihnen. Es gab kaum eine Stelle auf dem Boden, das nicht von einem Stapel Bücher verdeckt gewesen wäre. Zudem roch es muffig und die Luft war abgestanden und muffig.

Ein kurzer Lufthauch war alles, was die Ankunft seines Gastgebers verkündete. Tjalf drehte sich um und blickte in das lange und schmale Gesicht eines Elfen, der ihn mit seinen eisblauen, mandelförmigen Augen fragend anblickte. Sein Haar war weiß wie der erste Schnee des Jahres und sehr seidig.

„Du hast nach meiner Anwesenheit gefragt, wurde mir zugetragen“, begann Simidriel zu sprechen. „Was kann ich für dich tun, junger Mann?“ Tjalf räusperte sich verlegen und antwortete sodann: „Mein Meister Sito, Hüter der Trollbuche an der Nader, schickt mich zu euch. Es geht um ein persönliches Anliegen.“ „Sito kenne ich. Dich kenne ich nicht. Erzähle mir von dir.“ „Ich bin Tjalf, einer seiner Schüler. Ich komme zu euch wegen meiner Träume. Ich träume in letzter Zeit immer den gleichen Traum und ich möchte wissen, was er zu bedeuten hat.“ „Träume sind wichtig“, entgegnete Simidriel, „manch einer behauptet allerdings Träume seien nur Träume. Und bisweilen mögen sie Recht behalten. Wieso also denkst du, dass dein Traum besonders ist? Erzähle mir was genau du träumst.“

Sodann begann Tjalf Simidriel seinen Traum im größtmöglichem Detail zu erzählen. Er ließ nichts aus und dichtete auch nichts unnötiges dazu. Als er geendet hatte, blickte Simidriel Tjalf noch tiefer in die Augen, ehe er wieder zu sprechen begann: „Nun, was dein Traum bedeutet, kann ich dir nicht sagen. Ich kann dir aber sagen, um was für ein Buch es sich handelt, das du in deinen Träumen siehst. Es ist das Buch der Namen, aber es ist nur eine Legende. Warum du ausgerechnet davon träumst, kann ich dir nicht sagen. Zu dem schwarzen Schiff kann ich nichts sagen, außer dass es eine weitere Person gibt, die ein solches besitzt.“ „Tula“, unterbrach Tjalf ihn, „mein Meister hat mich schon vor ihr gewarnt. Ich solle sich nicht aufsuchen.“ Simidriel nickte nur zustimmend. „Du solltest auf die Worte deines Meisters hören. Tula ist gefährlich und unberechenbar. Die Bewohner Skerdus meiden sie und das solltest du auch. Mehr kann ich dir nicht sagen außer: Kehre zurück zu deinem Meister und deiner Ausbildung!“ „Verzeiht, aber ich kann nicht“, platzte es aus Tjalf heraus, „ich kann nicht einfach zurückkehren, ohne dass ich in Erfahrung gebracht habe, was diese Träume bedeuten. Mein Entschluss steht fest, ich werde Tula aufsuchen!“ „Wenn das so ist, dann wünsche ich dir viel Glück bei deiner Reise, du wirst es brauchen. Gibt es sonst noch etwas, womit ich dir behilflich sein kann? Meine Zeit ist begrenzt und ich habe noch einiges zu erledigen.“ Wortlos stand Tjalf von dem Boden, auf dem er sich unaufgefordert gesetzt hatte, auf und schritt zur Tür. „Habt dank, ich werde euch berichten was ich herausgefunden habe.“ „Falls du lebend zurückkommen solltest, würde ich mich über einen Bericht der Geschehnisse freuen. Möge das Eis, auf dem du wandelst dich stets zu tragen vermögen.“ Mit diesen Abschiedsworten im Gedächtnis, machte sich Tjalf schlussendlich auf, nach der geheimnisvollen Tula von Skerdu zu suchen.

Ein Besuch bei Tula

Der Weg nach Skerdu war für Tjalf insgesamt weniger beschwerlich, als der gesamte Aufenthalt in Olport. Das Wetter war passabel und die Reise ging zügig voran. In Skerdûn angekommen, einem kleinen Fischerdorf auf der Ostseite der Insel gelegen, fand er Zuflucht in einem Langhaus, das von den Fischern als sozialer Treffpunkt nach vollbrachtem Tagwerk verwendet wurde. Da sich nur selten Reisende in dieses kleine Dorf verirrten, wurde er sogleich fürstlich bewirtet und bald kam auch die Frage nach dem Ziel seiner Reise auf. Als er den Anwesenden seine Absicht kundtat, Tula aufzusuchen, und nach der Frage wo sie denn wohne, erntete er nur betretenes Schweigen. Die Stimmung in dem Langhaus wurde sofort gedämpft und es bedarf einiges an Überzeugungsarbeit, um wenigstens die Richtung, in die er zu gehen hatte, von den Bewohnern zu erfahren. Tula lebte, so wurde vermutet, in einem verwunschenem Wald westlich von Skerdûn. Die Bewohner des Dorfes taten alles, um Tjalf davon überzeugen zu wollen, dass es das Beste wäre, wenn er wieder nach Hause zurückkehren würde, statt sich ins eigene Unglück zu stürzen.

Früh am nächsten Morgen brach Tjalf dann in Richtung Westen auf, um die vermeintlich böse Hexe zu finden. Obwohl er das Leben im Wald gewohnt war, kam er nur mäßig voran. Das Unterholz war dicht und es gab nur einen Trampelpfad, den man zwischen den Bäumen nur erahnen konnte. Kurz vor beginn der Dämmerung dann stand er vor einer kleinen Hütte, die am Rande einer Felsklippe zum Meer stand. Die Hütte war unscheinbar, windschief gebaut, hatte einige Fenster und ein Kamin, aus dem eine kleine Rauchfahne emporstieg, zierte das Dach. Schon als Tjalf näher auf die Hütte ging, konnte er eine fette, schwarze Katze sehen, die ihn mit eindringlichen grünen Augen aus dem Fenster beobachtete. Zögernd trat er zur Tür und klopfte zaghaft an. Als sich nicht nach einer Weile im Innern nichts rührte, öffnete er vorsichtig die Türe und trat ein. Der Innenraum des Gebäudes war spärlich ausgestattet. Kräuterbündel hingen zum trocknen an der Decke, ein kleiner Esstisch stand in einer Ecke des Raumes und ein großer Kupferner Kessel hing an einer Kette über dem Feuer im Kamin und brodelte leise vor sich hin. Von der Katze, die ihn aus dem Fenster heraus beobachtet hatte, fehlte jede Spur. Unsicher, was er nun machen sollte, trat er von einem Fuß auf den anderen und kurz bevor er sich auf den Boden setzen wollte, ging schon die Tür auf und eine weibliche, groß gewachsene Gestalt mit kahl rasiertem Schädel, dicht gefolgt von der schwarzen Katze, betrat die Hütte. Blitzschnell sammelte Tjalf seine Gedanken und setzte zu einer Entschuldigung an, weshalb er ungebeten eingetreten sei, doch ehe er anfangen konnte sich zu entschuldigen, wurde er von ihr unterbrochen.

„Du bist gekommen“, begann sie. „Ich hätte nicht gedacht, dass du dich hierher trauen würdest“, sprach sie mit überraschend sanfter Stimme. „Bist du… seid ihr… Tula von Skerdu? Die, vor der mich alle gewarnt haben fernzubleiben?“, stammelte Tjalf. Schmunzelnd entgegnete sie: „Soso, alle haben dich davor gewarnt, ja? Was sagen sie denn? Fange ich kleine Kinder und bereite sie in meinem Kessel zu? Oder verfluche ich die Felder und Gewässer, so dass nichts darauf gedeiht und auch keine Fische mehr zu finden sind? Aber ja, ich bin Tula, was kann ich für dich tun?“ „Nun… Nein… ich weiß nicht…“ „Du bist ja ein Süßer“, kicherte sie, „setze dich doch erst einmal. Das Essen dürfte gleich fertig sein. Ich hoffe doch du hast Hunger mitgebracht? Ich habe heute erst ein vorzügliches Mädchen erwischt, das sich hierher verirrt hat.“ Sprachlos starrte Tjalf mit offenem Mund auf den Kessel, aus dem es bedrohlich brodelte verzog kurz das Gesicht. Tula, die plötzlich in schallendes Gelächter ausbrach, setzte sich an das eine Ende des Tisches und deutete auf den einzigen freien Stuhl. „Entspann dich, ich habe doch nur Witze gemacht. Heute gibt es Haseneintopf mit Karotten und Bohnen. Also sag mir, was ich für dich tun kann. Was genau willst du über deine Träume erfahren?“ „Ihr wisst davon?“, sprach Tjalf ungläubig, „woher wisst ihr davon?“ „Nunja, es ist ganz einfach. Ich weiß davon, weil ich diejenige bin, die sie dir geschickt hat. Ich weiß nicht, warum ausgerechnet du sie empfangen solltest, aber eines weiß ich mit Gewissheit: Du stehst vor einem Wendepunkt in deinem Leben, Tjalf. Ich weiß selbst nicht, weshalb du auserkoren wurdest das Ziel meiner Visionen zu werden, aber es steht auf jeden Fall fest, dass du hier und heute eine Entscheidung treffen musst. Heute steht etwas in deiner Macht, was nur den Wenigsten zu teil wird. Die Macht über die eigene Zukunft zu entscheiden. Du hast im Grunde zwei Entscheidungsmöglichkeiten. Erstens, du stehst auf, verlässt mein Haus und du kehrst zurück zu deinem Wald und hütest deine Trollbuchen bis an dein Lebensende und diese Träume waren dann nichts weiter als bedeutungslose Alpträume, oder du hörst mir genau zu und und entscheidest dich den Weg zu beschreiten, den meine Visionen für dich vorgesehen haben. Ich weiß nicht welchen Ausgang dieser Weg für dich haben wird, geschweige denn ob du ihn unbeschadet bis zum Ende gehen können wirst, aber eines kann ich dir versichern: Du wirst eine Menge Entscheidungen treffen müssen, die die ganze Welt beeinflussen werden, die heutige eingeschlossen. Nun, was sagst du?“ Verblüfft starrte Tjalf auf den Tisch und bewunderte die Maserungen des Holzes, das die Tischplatte zierten. Feine Linien, die sich in durch das Holz zogen, wie die Strömung des Wassers. Dann blickte er Tula an und antwortete: „Ich möchte wissen was das für Visionen sind und was sie zu bedeuten haben.“ Tula nickte anerkennend und fuhr mit ihrer Erklärung fort: „Du bist neugierig, das ist gut. Also hör mir genau zu Tjalf, denn ich werde das heute Gesagte nicht wiederholen: Du stehst vor dem Beginn einer Reise ins unergründliche. Dein Weg wird dich sehr weit fort von deiner Heimat führen. Du wirst Orte bereisen, die du dir nur zu träumen wagtest und du wirst Gefahren ausgesetzt sein. Vielen Gefahren. Ähnlich wie die Zweige eines Baumes, die sich an unzähligen Stellen teilen, wirst auch du Entscheidungen treffen müssen, die den Fortgang deiner Reise bestimmen werden. Das Schicksal hat aus mir unerfindlichen Gründen dich dazu bestimmt, diese Reise anzutreten und ich kann dir nicht garantieren, dass du sie überleben wirst. Um die Reise zu beginnen ist es unerlässlich, dass du am Tage der Wintersonnenwende in Thorwal bist. Dort wird dann das Schicksal seinen Lauf finden. Bist du bereit dazu?“ Tjalf schluckte unmerklich und nickte nur stumm. „Dachte ich mir“, sagte Tula und lächelte sanft. „Aber nun lass uns essen, ich habe großen Hunger!“

Während beide am Tisch saßen und einen vorzüglichen Eintopf genossen, unterhielten sie sich über die Träume und deren Bedeutungen. Doch leider wusste auch Tula nicht auf alle Fragen eine Antwort, nur dass das erste Ziel seiner Reise ein Turm sei, den viele Generationen schon vergeblich gesucht haben und gescheitert sind. Am Ende der Reise, sollte Tjalf sie überleben, wird er dann das Buch der Namen in Händen halten und über dessen Schicksal bestimmen müssen.

Nachdem beide sich satt gegessen hatten, und weil draußen schon die Nacht hereingebrochen war, bot Tula Tjalf an, die Nacht in ihrer Hütte zu verbringen, ehe er sich morgen auf dem Weg mache. Dankend nahm er das Angebot an und so verbrachte er seine letzte Nacht seines alten Lebens in der Hütte von Tula von Skerdu, der Hexe vor der alle Welt Angst hatte und die mit ihm ein rauschendes und wildes Rahjafest feierte. Wahrlich eine Nacht, die er niemals vergessen wird…

Zwanzig Fragen

Wie sieht Tjalf aus?

Tjalf ist, wie es sich für einen Thorwaler gehört, an die zwei Schritt groß, hat dunkelblondes, langes Haar, dass er hinten stets offen zu tragen pflegt, vorne aber an jeder Schläfe zu einem kleinen Zopf zusammengebunden trägt und hat graue Augen.

Wenn man ganz genau hinsieht, so meint man kleine Bewegungen im Haar wahrnehmen zu können. Manchmal scheint ein Lufthauch durch das Haar zu gehen, obwohl er sich in einem geschlossenem Raum aufhält, manchmal aber auch scheinen kleine Wassertropfen an seinem Körper entlang zu „gehen“. Es sollen auch kleine Flammen gesehen worden sein, die ihm seine Augenbrauen ein wenig versengt haben oder auch seltsam aussehende Blätter, die nie sein Haar verlassen.

Wie wirkt Tjalf auf Fremde?

Aufgrund seines guten, jugendlichen Aussehens und auch weil er, trotz seiner Größe, bei weitem nicht so breit gebaut ist, wie andere Thorwaler mit ähnlicher Statur, macht er auf Fremde keinen bedrohlichen Anblick. Er ist stets freundlich, guter Gesinnung und sehr charismatisch, was noch weiter für eine entspannte Atmosphäre beiträgt.

Wie ist Tjalf aufgewachsen?

Hast du denn der Geschichte nicht gelauscht?

Hat Tjalf noch eine Bindung zu Menschen aus seiner Jugend?

Tjalf hegt ein enges Verhältnis zu seiner Familie, insbesondere zu seiner Mutter. Auch seinen Großvater und seinen späterer Lehrmeister Sito pflegt er regelmäßig zu besuchen.

Doch seine Jugendliebe Carla hat er ganz besonders in sein Herz geschlossen. Anfangs rivalisierende Lehrlinge, wurden sie im Laufe der Zeit zu sehr guten Freunden und später auch zu innigen Liebhabern. Ihre Wildheit und Schönheit, hatte es ihm immer schon sehr angetan. So kommt es öfter vor, dass sie nach einem „zufälligem“ Treffen in den Wäldern oder nach einem der regelmäßig stattfindenden Druidenzirkeln sie sich erst sehr wild miteinander streiten, nur um dann am Ende doch noch erschöpft vom anschließendem Liebesspiel gemeinsam unter den Bäumen einschlafen.

Warum wurde Tjalf ein Abenteurer?

Nachdem er irgendwann diesen regelmäßigen wiederkehrenden Traum hatte, konnte er nicht anders, als nach dem Hintergrund dafür zu forschen. Trotz Sitos Warnung und entgegen dem Ratschlag eines guten Freundes von ihm, machte sich Tjalf auf die Suche nach dem besagten schwarzem Schiff und wurde schließlich fündig. Doch um endgültig Klarheit zu erlangen, muss er nach Thorwal reisen und weitere Forschungen anstellen…

Wo ist Tjalf schon überall gewesen?

Tjalf ist während seiner Ausbildung sehr weit in Thorwal und in den angrenzenden Landen herumgekommen. Vom Rande des Nivesenlandes bis zum Rand von Andergast und Nostria kennt er sich in den thorwalschen Wäldern sehr gut aus. Auch hatte er schon Kontakt zu fahrenden Norbarden, bei denen er immer sehr gerne einkauft.

Ist Tjalf sehr götterfürchtig?

Obwohl Tjalf ein waschechter Thorwaler ist, hängt er dem typischen thorwalschen Swafnirglauben nicht an und verehrt stattdessen die Erdgöttin Sumu. Er sieht es als seine Aufgabe an, ihr in allen auf jede nötige Art und Weise zu dienen und zu huldigen.

Wie steht Tjalf zur Zauberei?

Tjalf ist ein klassischer Haindruide, der seine sumugegebene Kraft vor allem dazu nutzt, das Gleichgewicht der Elemente auf der Welt zu wahren und gegebenenfalls wiederherzustellen. Als direkte Konsequenz steht er allen anderen nicht-naturverbundenen Repräsentationen, vor allem der Gildenmagischen, mit ablehnender Haltung gegenüber. In Tjalfs Augen pervertieren gildenmagier durch ihr analytisches Denken und konsequentes auseinanderbrechen von magischen Formeln bis in das kleinste Detail, die ihnen zuteil gewordene Gabe. Insbesondere gildenmagischen Elementaristen traut er zu durch leichtsinniges Anwenden ihrer gelernten Formeln das elementare Gefüge aus den Fugen geraten zu lassen. Daher sollten solche Leute stets im Auge behalten werden, um gegebenenfalls einzuschreiten, um größeres Übel abzuwenden.

Für wen oder was würde Tjalf sein Leben geben?

In erster Linie würde Tjalf jederzeit sein Leben für seine Familie und für enge Freunde geben. Aber er ist auch jederzeit bereit sein Leben im Dienst an die Erdmutter Sumu zu opfern, wenn er dadurch ein Frevel an ihr verhindern kann.

Was ist Tjalfs größter Wunsch?

Tjalf wünscht sich auf der Welt nichts sehnlicheres, als seinen Vater kennenzulernen und alles über seine Herkunft zu erfahren. Warum hat sein Vater seine Mutter verlassen? Wie wäre sein Leben verlaufen, wenn er bei Elfen groß geworden wäre?

Was fürchtet ihr Held mehr als alles andere?

Tjalf hat vor allem davor Angst, aus dem Leben auszuscheiden, ohne dass er eine Antwort auf seine Fragen erhalten hatte. Aus wäre es für ihn unerträglich, nicht mehr Herr seiner Fähigkeiten und Gedanken zu sein. Bevor er als seniler Greis endet, würde er seinen Körper opfern und seine gesamte Kraft wieder Sumus Leib zufließen lassen.

Wie steht Tjalf zu Moral und Gesetzestreue?

Dadurch, dass Tjalf in Abgeschiedenheit aufgewachsen ist, kam er niemals mit dem Gesetz in den Städten in Kontakt. Er hat einen gesunden Menschenverstand und weiß was Recht ist und was nicht. Wenn er in der Natur auf frevlerisches Verhalten stößt, wird er dies mit angemessenen Mitteln ahnden. Wenn aber alle Stricke reißen, so wird er alle ihm zur Verfügung stehende Macht einsetzen, um die Ordnung wiederherzustellen.

Ist Tjalf Fremden gegenüber aufgeschlossen?

Tjalf ist von Natur aus ein freundlicher Mensch, der nicht allzu viele Vorurteile hat. Im Grunde werden alle Menschen, auf die er trifft, mit Offenheit und Freundlichkeit empfangen. Solange ihm niemand ein Leid antut, lebt er getreu dem Motto: „Leben und leben lassen“. Nur Gildenmagiern gegenüber tritt er mit einem gewissen Maß an Misstrauen gegenüber, bis er die Gelegenheit hatte, sie genauer zu studieren. Sollten sie übermäßigen, und vor allem sinnlosen, Gebrauch von Magie ausüben, wird er sich von ihnen sowohl emotional, als auch räumlich, distanzieren. Sollte er Zeuge werden, wie ein Gildenmagier auf rücksichtslose Art seine Magie dazu nutzt, das elementare Gefüge mutwillig zu zerstören, so wird er einschreiten und dies zu verhindern wissen. Eine besondere Abneigung hat er Magiebegabten, egal welchen Zweiges, gegenüber, die sich der Dämonologie und der rücksichtslosen Anwendung von Beherrschungszaubern verschworen haben. Diese Menschen werden mit allen Mitteln neutralisiert.

Welcher Stellenwert hat Leben für Tjalf?

Leben an sich ist ein schützenswertes Gut, das immer gewahrt werden sollte. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es manchmal wichtig ist, einige wenige Leben zu opfern (seines eingeschlossen), um das Gleichgewicht der Welt zu wahren. Sollte die Situation es erfordern, wird er nicht zögern und das tun, was getan werden muss, um besagtes Gleichgewicht zu wahren.

Wie steht Tjalf zu Tieren?

Tjalf hat ein sehr inniges Verhältnis zu Tieren. Er behandelt Tiere niemals mit Verachtung oder ist grausam zu ihnen. Das ist mitunter einer der Gründe, weshalb er nur selbst zubereitete Nahrung zu sich nimmt: So kann er immer sicher sein, dass den Tieren nie ein unnötiges Leid angetan wurde, als sie aus dem Leben schieden.

Hat Tjalf einen Sinn für Schönheit?

Elfen liegt es anscheinend im Blut, eine besonders ausgeprägte Gabe für schöne Dinge zu haben. Einigen Halbelfen liegt diese Gabe ebenfalls im Blut, auch Tjalf. Er wird zwar in erster Linie immer auf den praktischen Nutzen von Dingen legen, aber die Musik scheint nun mal schöner zu klingen, wenn sie aus einer hübsch verzierten Flöte kommt…

Was ist und trinkt Tjalf am liebsten?

Tjalf liebt generell Obst und Nüsse. Er hatte bis jetzt keine Obstsorte, die er nicht gerne essen würde. Und da man bei Obst oder Nüssen in der Zubereitung nichts falsch machen kann, kann es auch mal der Apfel vom Obststand um die Ecke sein, der seinen Hunger stillt.

Was die Getränke angeht, so trinkt er für sein Leben gerne Kräutertees der verschiedensten Arten, die er, je nach Lebenslage, sich selbst aus diversen Kräutern von süß und würzig bis hin zu herb und bitter zusammenstellt. Manchmal ist ihm aber auch nach einem Schluck warmen Met zumute, bei dessen Geschmack er immer an zu Hause denken muss….

Wie sieht es mit der Liebe aus?

Tjalf ist, was das Liebesspiel angeht, bei weitem nicht grün hinter den Ohren. Doch trotz seiner Anziehungskraft zieht er es vor, eher enthaltsam zu leben, als sich ständig jederzeit den Gelüsten des Fleisches hinzugeben. Sollte doch der seltene Fall eintreten und er trifft auf eine Frau, die ihn so sehr fasziniert, dass er nicht anders kann, als die Nacht mit ihr zu verbringen, so wird er die Gelegenheit auf jeden Fall nutzen.

Gibt es ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit?

Vitus, Carlas Zwillingsbruder, ist wohl niemals ganz darüber hinweggekommen, dass Tjalf schon mit 14 Jahren die Reifeprüfung erfolgreich abgelegt hat, wohingegen er die Prüfung, trotz intensiver Vorbereitung, zwei mal wiederholen musste. Auch die Tatsache, dass seine Schwester eine mehr oder weniger regelmäßige Beziehung mit Tjalf pflegt tut ihr übriges, um die Abneigung gegenüber Tjalf zu erhöhen. Vitus setzt alles daran, Tjalf in allen Belangen übertrumpfen zu müssen und sich so selbst zu beweisen, was er kann.

Welche Charakterzüge bestimmen ihn?

Tjalf ist ein bedächtiger und sehr ruhiger Mensch, dem nichts so einfach aus der Fassung bringen kann. Er verlässt sich in allen Lebenslagen gerne auf seine Intuition, sodass sein Verhalten von Außenstenden manchmal nicht nachvollzogen werden kann. Er hat eine sehr enge Bindung zur Natur und fühlt sich in den dichten Nadelwäldern Thorwals am wohlsten. Tjalf nutzt jede passende Gelegenheit, sein Schuhwerk auszuziehen und Barfuß zu laufen. Bisweilen, wenn er es für angemessen hält, zieht er sich komplett aus und läuft dann nackt, wie Sumu ihn erschaffen hat, durch die Landen.

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