Die Kiste

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Berlin, 04.10.1977
Den Kainskindern gelang es herauszufinden, dass Andrew McPherson und die Handlanger des Luden – Holger und Udo – im Museum für Weltgeschichte einbrechen wollen. Die Vampire hatten sich zuvor aufgeteilt und finden sich nun ebenfalls vor dem Gebäude ein.
Peter Richter parkt noch sein Auto,  um bevor die Gruppe um den Priester eintrifft. Gottfried Henker informiert über einen Münzfernsprecher die Polizei, in der Hoffnung,  dass die Einbrecher so auf frischer Tat ertappt werden. Das Trio dringt durch den Hintereingang in das Gebäude ein. Dank seiner Verdunkelung gelingt es Michael Rand ihnen ungesehen zu folgen. Im Keller des Museums bergen sie eine Kiste. Beim Anblick der Kiste gerät der Priester in höchste Aufregung; „That´s it!“ ruft er aus. Sie wird auf eine Bahre verladen und die Gruppe versucht das Museum zu verlassen. Wieder folgt ihnen der Nosferatu. Beim Verlassen des Gebäudes werden McPherson und die Ganoven von einem Nachtwächter des Museums überrascht, es kommt zu einer Schießerei, bei der der Sicherheitsmann getötet wird. Die Beute wird schnell in den weißen Bulli verladen und die Gruppe flieht. Rand versucht noch, auf das Fahrzeug aufzuspringen, aber scheitert. Sich nähernde Sirenen künden die Polizei an.

Da er hier nichts mehr ausrichten kann, begibt sich Brad McQueen ins Noire & Blanc, um auf die anderen Vampire zu warten.

Gottfried Henker setzt mit seinem Wagen zur Verfolgung an, aber nach einer Weile bemerken die Einbrecher ihn jedoch und biegen in eine Sackgasse ab. Henker folgt ihnen auch dorthin, doch Holger und Udo steigen einfach aus und nähern sich seinem Auto. Als sie zu Waffen unter ihren Jacken greifen, fährt Henker rückwärts aus der Gasse heraus, bricht die Verfolgung ab und kehrt ebenfalls ins Noire et Blanc zurück.

Peter Richter und Michael Rand fahren auf Verdacht zunächst zum Bordell Lulus, aber der Bulli ist nicht hierher gekommen. Also treffen sie sich mit den anderem im Lulu,s um Kriegsrat zu halten. Es wird der Beschluss gefasst, das Bordell zu observieren, da es der einzige brauchbare Anhaltspunkt zu sein scheint. Richter und Rand beschatten die Front des Gebäudes, Henker und McQueen überwachen den Hinterhof. Tatsächlich tauchen nach einiger Zeit Udo und Holger beim Lulus auf; sie betreten das Gelände über den Hinterhof. Henker tritt ihnen entgegen und bringt sie durch Manipulation mit seiner Präsenz dazu, ihm gegen einen Scheck über 5.000 DM zu verraten, wohin sie die „Kiste“ gebracht haben: In eine alte Stahlfabrik, den Schlüssel hat McPherson mitgenommen.

Da die Gruppe davon überzeugt ist, dass in der Kiste ein Vampir liegt, können sie nicht abwarten, sondern müssen unverzüglich handeln. Sie fahren zu der ehemaligen Fabrik, die Tore sind durch schwere Ketten und ein Vorhängeschloss gesichert, dass aber der vampirischen Stärke von McQueen nicht standhalten kann. Die große Halle der Fabrik ist leer, aber auf dem Boden befinden sich deutliche Spuren des T1 und der Bahre, auf der die Kiste aus dem Museum geschafft worden ist. Die Fährte führt zu einer Metalltür neben dem alten Hochofen. In dem Raum dahinter finden sie die Kiste. In das Holz sind die Worte „Royal Navy“ sowie eine Zahlen- und Buchstabenkombination eingebrannt. Als sie die Kiste öffnen liegt darin ein verschrumpelter Körper, er scheint wie ausgetrocknet. In der Brust steckt ein Schrapnell. Die Hundemarke weist ihn als die Überreste von Lt. Charles Gibson aus. Insgesamt ist der Korpus zu gut erhalten, um eine normale Leiche aus dem 2. Weltkrieg zu sein.

Die Gruppe beschließt, mit der Kiste ins Elysium zu fahren, zuvor meldet McQueen die Gruppe telefonisch bei Herrn Lüdenscheid an. Der ordnet an, dass der in Starre liegende Vampir vorerst an Ort und Stelle verbleiben soll. Zudem will Lüdenscheid sofort jemanden schicken, der den Fund untersuchen soll. Rand soll beleiben, der Rest der Gruppe könne von ihm aus gehen. Die Gruppe beschließt gemeinsam auf Lüdenscheids Gesandten zu warten.

Nach ½ Stunde taucht eine schwarze BMW-Limousine vor der Fabrik auf. Ihr entsteigen ein fetter Mann im Trachtenanzug – Anton Großhaldern, Kapellmeister der Tremere in Berlin – und Frau Niebach, ebenfalls Tremerin. Frau Niebach extrahiert etwas Herzblut aus Lt. Gibson, das später in Ruhe untersucht werden soll. Großhaldern erklärt, dass die Gruppe den fremden Vampir zunächst verwahren und Rand über die Hundemarke noch mehr über seine Identität herausbekommen soll. Bis es weitere Anweisungen gibt verabschiedet sich Großhaldern.

Der Vampir wird noch bei McQueen untergebracht, der außerdem seinen Ahn, Nicolai Praschtev, über die Angelegenheit in Kenntnis setzt. Die Gruppe verabredet ein erneutes Treffen in der nächsten Nacht.

05.10.1977
Tagsüber hat Rand McPherson über ein Mitglied seiner Herde überwachen lassen. So erfuhren die Vampire, dass der Priester sich von einem türkischen Taxifahrer – Kemal – erst zur der Stahlfirma und dann zum Lulus hat fahren lassen. Der Priester war sehr aufgewühlt.
Über Bernhard Fölling, der Kontakt zu den Nosferatu in England aufnimmt, erfährt Rand dass Lt. Gibson nach den britischen Akten als Soldat 1945 bei der Elbüberquerung gefallen ist. Zudem sind die Lichtbilder der Zeitungsartikel, die McPherson auf die Spur Gibsons geführt haben, eingetroffen.

Bei dem Treffen der Gruppe mit Großhaldern werden Informationen ausgetauscht. Gibson ist ein Ventrue der 10. Generation und wurde schon vor Ende des Krieges gezeugt. Als sein Erzeuger gilt ein Ventrue in London. Der Klüngel erhält den Auftrag, den in Starre liegenden Vampir zu erwecken und in die Gesellschaft Berlins einzuführen. Wenn das gelungen ist, sollen sich die Vampire wieder bei Großhaldern melden, der die Info an Lüdenscheid weiterleiten wird.

In derselben Nacht ruft noch der Lude Weißhaupt bei Gottfried Henker an, um ihn zu einem Treffen zu bitten. In Begleitung von Brad McQueen bricht er auf. Im Büro des Luden will Weißhaupt Henker wegen der Verfolgung seiner Handlanger und der verschwundenen Leiche zur Rede stellen. Henker bemerkt, dass er unter dem Tisch eine Waffe gezückt hat. Der Toreador wirkt den Blick der Furcht auf den Zuhälter, der zieht in Panik den Abzug der Waffe und trifft Henker. Durch den Lärm angelockt, stürmen Holger und Udo ins Büro. McQueen kämpft gegen die Handlanger und die Vampire konnten entfliehen.

Währendessen sind Peter Richter und Michael Rand zum Droschkenpeter aufgebrochen, um dem Priester nachzuspionieren. Es gelingt ihnen ins Zimmer einzudringen, McPherson schläft tief und fest. Die Vampire spüren die Aura Wahren Glaubens in dem Raum. Die Quelle ist jedoch nicht der Geistliche, sondern ein Objekt, das sich in einem Koffer befindet. Zudem finden die Kainskinder die Kopie eines handschriftlichen Berichtes von Eric Jackson, einem britischen Feldkaplan im 2. Weltkrieg. Er berichtet, dass der „Teufel“ auf Seiten der englischen Streitkräfte bei der Elbüberquerung mitgekämpft habe.  Die Kainskinder verlassen das Zimmer wieder, da sie keine weiteren Entdeckungen machen und auch die Quelle der heiligen Aura nicht erforschen wollen.

06.10.1977
McPherson fliegt unverrichteter Dinge nach England zurück.

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