Mutanten

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Security-Log, Chief Sec. Officer Vorgen Quniley, Prozession der Verdammten, 41M361, Tag 187
Mit den verbliebenen drei Soldaten betrat ich die Luftschleuse. Auf das Schlimmste gefasst, sollten die Männer in Position gehen und ihre Waffen entsichern. Nach der Dekompression öffneten wir das Ausgangsschott. Dahinter erstreckte sich ein langer Gang, der sich am Ende gabelte. Direkt hinter der Schleuse war an Boden, Decke und den Wänden rot glänzende Biomasse, garniert mit Ausrüstungsfragmenten und Knochensplittern verteilt. Damit war das Schicksal des vierten Soldaten geklärt. Während wir den Gang sicherten, rückten die anderen Expeditionsteilnehmer durch die Schleuse nach. Gemeinsam begaben wir uns tiefer in das Schiff. Jace leitete uns weiterhin in Richtung der psionischen Quelle. So gelangten wir in einen Raum, in dem sich einige Stasiskammern befanden. Eine sehr Große war noch in Betrieb. Darin stand erstarrt ein kolossaler Servitor, der augenscheinlich als Kriegsmaschine geschaffen worden war. Als Bewaffnung hatte das Ding einen Flammenwerfer und eine Axt. Allen gelang es, den Cyborg zu aktivieren und die Programmierung so anzupassen, dass er uns gehorchte. Als Bob, wie wir ihn spaßeshalber nannten, von da an voranging, waren wir deutlich beruhigter. Immer wieder hörten wir ein Deck über uns oder in den Luftschächten das Klackern der Mutanten, doch mit Bob auf unserer Seite, fühlten wir uns sicher.
Nach einiger Zeit erreichten wir schließlich die Brücke. Bemerkenswert war vor allem ein gewaltiger Thron aus Gold. Während Lord Kapitän Aphasius noch überlegte, wie er dieses Ungetüm hinüber auf die Horizon schaffen konnte, machte Allen sich daran, die Maschinen des Schiffs wieder in Gang zu setzen. Der Rest des Teams sichtete in der Zwischenzeit die Kapitänskajüte. Dort fanden wir eine Prunkrüstung und einen Umhang mit einem Wolfskopf als Wappen. Nachdem die internen Scanner wieder liefen, mussten wir feststellen, dass diese uns keinerlei Hinweise auf die psionische Quelle lieferten. Auch ein Logbuch war nirgends zu finden. Also verließen wir die Brücke und begaben uns weiter in das Schiff. Nach einer Weile erreichten wir schließlich eine Halle, in deren Mitte sich eine kristallene Striktur befand. Diese war ähnlich der Gebäude auf den Planeten, nur ein wenig kleiner. Außerdem lag vor der Skulptur eine Rüstung, die mit einem mächtigen Hieb gespalten worden war. Navigator Topolow konzentrierte sich auf seine PSI-Tricks, so gelang es ihm, den entscheidenden Hinweis auf unseren nächsten Navigationspunkt zu erkennen. Etwas Probleme bereitete die Tatsache, dass der Kristall nicht mehr an seinem Ursprungsort war. Hierdurch verschoben sich die Koordinaten. Topolow war aber zuversichtlich, diese Abweichungen korrigieren zu können.
Auf dem Weg zurück zum Shuttle passierte dann das Unausweichliche. Erst in unserem Rücken, dann auch von vorne stürmten einige Mutanten auf uns zu und griffen an. Dank des Servitors Bob konnten wir die Dinger aber zur Strecke bringen. Leider verloren zwei weitere Soldaten bei dem Angriff ihr Leben. Nach dem Kampf erreichten wir unbeschadet die Peekaboo und kehrten zurück zur Horizon.

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Über thd

1984 DSA 1 zum Geburtstag gewünscht und wider Erwarten die Basis-Box bekommen. Nachdem ich Silvana drei mal befreit hatte, merkte ich, dass ich Mitspieler brauchte, um mit der Box weiter etwas anfangen zu können. Glücklicherweise sah ein Freund aus der Nachbarschaft die Bücher bei mir herum liegen und meinte, sie würden in einer Runde etwas ähnliches Spielen, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Klar hatte ich das, und so bin ich mit Dungeons & Dragons angefangen. Zahlreiche Runden, Systeme und eine Vereinsgründung später, findet sich auf THORNET ein ziemlich großer Ausschnitt meiner Rollenspielerlaufbahn.

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