New Orleans bei Nacht – Kapitel 8: Auf dem Kriegspfad durch die Geisterwelt

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Mittwoch, der 04.05.1921: Als wir uns nach Anbruch der Nacht im Hauptquartier treffen, sind alle Spuren des gestrigen Zombieeinbruchs durch den Ghul Leon Griffin beseitigt worden. M. Demond ist nach wie vor begierig darauf, Informationen über den Gangster Jean Galfrey zu erhalten,
der seinen Geschäftspartner Thomas C. Anderson hat erschießen lassen.
Ich erkläre, dass Galfrey ein mittlerer Unterweltboss ist, der über seine Schergen Schutzgelder von den Schwarzbrennern im Hafenviertel erpresst. Ob er ein Ghul eines anderen Vampirs ist, weiß ich nicht. Von M. Demond erhalte ich 500,00 $ für Bestechungen und Nachforschungen. Gemeinsam mit M. Demond und Eli breche ich in Richtung des Hafens auf, um die Schwarzbrennereien zu observieren.

Father Josef hingegen zieht sich in seine Kapelle zurück, Etienne begibt sich ins „Saints and Sinners“ um seine verehrte Marilyn singen zu hören.

Wir erreichen den Lauf des Mississippi auf der Südseite des Stadt.
Hier verläuft die Eisenbahnlinie, die New Orleans mit den Städten jenseits des Old Man Rivers verbindet. Lagerhäuser und Docks prägen des nächtliche Bild. Als wir in die Gasse der Schwarzbrenner einbiegen, steigt uns unverhohlen der scharfe Geruch von Alkohol in die Nasen. Die Regierung mag auf die Prohibition pochen, doch im Schatten gärt das florierende Geschäft mit illegal gebrannten Feuerwasser. Der Gangrel und der Ventrue schreiten langsam die verwinkelte Straße entlang, während ich ihnen verdunkelt in einigem Abstand folge. Obwohl die Nacht bereits fortgeschritten ist, herrscht noch emsiger Betrieb. In den Häusern wird gearbeitet, in der Gasse lungern allerhand finstere Gestalten herum. Mir fällt auf, dass alle, die sich hier aufhalten, scheinbar Waffen unter ihrer Kleidung verbergen.
Ein gefährliches Pflaster. Als ich mich mit M. Demond und Eli am Ende der Straße treffe, schlage ich deshalb vor, die Gegend in den nächsten Nächten verdunkelt zu überwachen. So könnte es gelingen, die Schergen von Galfrey bei der Abholung des Schwarzgeldes zu ertappen und bis zu ihrem Boss zu verfolgen. Damit trennen wir uns und ich beziehe meinen Posten.

Als M. Demond zu seinem Anwesen zurückkehrt, erhält er Information von der Detektei, die er bereits auf Galfrey angesetzt hatte. Sein Detektiv hat eine Spedition namens „Riverside Transport“ ermittelt, die auf Jean Galfrey zugelassen worden ist.

Die Stunden der Nacht ziehen dahin, bis sich plötzlich nach Mitternacht im Nordosten der Stadt der Himmel rotorange färbt. Es ist jedoch nicht die Morgendämmerung, die den neuen Tag ankündigt, sondern eine große Feuersbrunst, deren unheilvoller Schein das Dunkel der Nacht erhellt.
Alle Feuerwehren von New Orleans eilen zu dem Brand. Die Flammen wütend in einem Neubaugebiet am Kings Canyon Drive, in der Nähe eines bestimmten Parks…
Der Kampf der Feuerwehr gegen den Brand wird sich bis zum Ende des nächsten Tages hinziehen. Das Viertel selbst ist nicht mehr zu retten. Häuser und Menschenleben werden ein Raub der Flammen.

Donnerstag, der 05.05.1921: Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird uns erst an diesem Abend offenbar, als wir uns wieder im Hauptquartier treffen und die Sonderausgaben der Zeitungen lesen. Uns ist diese Gegend am Kings Canyon Drive wohlbekannt. Dort stand das Haus, von dem aus Magi den angrenzenden Park und den See darin beobachtet haben. Und wir vermuten, dass sich genau dort ein Heiligtum der Uktena befinden soll. Den Werwölfen ist es schon lange ein Dorn im Auge, dass sich New Orleans den Park einverleibt hat. Haben sie vielleicht das Feuer gelegt, um Menschen und Vampire von „ihrem“ Land zu vertreiben?
Während wir noch rätseln kündigt Leon Griffin uns den Besuch von Prinz Doran an, der überraschend im Hauptquartier erschienen ist. Der Prinz beauftragt uns zu ermitteln, wie es zu dem Brand gekommen ist. Doran bestätigt, dass der See ein Caern der Uktena ist; ein Ort, an dem reine, spirituelle Kraft in die materielle Welt strömen soll. Die verschiedenen Stämme der Wolflinge sollen um diese Caerns streiten. Aber auch andere Fraktionen haben ein Interesse an diesem Heiligtum. Magi würden es als einen Ort bezeichnen, an dem sich Kraftlinien bündeln und von dem sie große Macht abziehen könnten, würde sie Kontrolle über ihn erlangen.
Prinz Doran berichtet, dass es einen Magi in der Stadt gibt, mit dem die Gesellschaft ein stillschweigendes Abkommen geknüpfte hat. Ein Mann namens Esam Grimes. Grimes … der Kerl, der bei Father Josef auftauchte um nach dem angeblich verschwundenen Raymond zu suchen …
Prinz Doran erzählt weiter, dass es auch unter den Magi wetteifernde Lager gibt. Eine dieser Gruppierungen sei eine Art „Technomagier“ und mache Herrn Grimes Probleme. Sicherlich sei auch diese Fraktion für den Beobachtungsposten am Kings Canyon Drive verantwortlich, den wir vor vier Jahren entdeckt haben. Sicherlich werden einige dieser Gruppierungen versuchen, nun ihren Einfluss auf den Caern geltend zu machen. Das Feuer von gestern Nacht kann in den Augen des Prinzen kein zufälliges Ereignis sein. Wer genau steckt dahinter und wie kann ihm das Handwerk gelegt werden? Der Prinz hat bereits die Uktena und Mr. Grimes kontaktiert, jedoch keine Rückmeldungen erhalten. Wir sollen Nachforschungen anstellen, wobei der Schutz der Maskerade oberste Priorität hat. Die Gesellschaft von New Orleans muss geschützt werden. Insbesondere wenn der Brand Inspektor Carter auf Plan rufen sollte, ist äußerste Vorsicht geboten.
Mit diesen Worten verabschiedet sich der Prinz und wir brechen auf.

Als wir das niedergebrannte Viertel erreichen, offenbart sich uns ein Bild der Zerstörung. Der Boden ist mit einem Schlamm aus Löschwasser und Asche bedeckt, die verkohlten Holzgerippe der Wohnhäuser versinken im grauen Qualmwolken, die noch immer schwer und beißend über der trostlosen Szenerie liegen. Noch immer streifen Feuerwehrmänner durch das Gebiet um die letzten Brandnester aufzuspüren und zu löschen. Es gelingt uns, das Haus wiederzufinden, in dem die Magi ihren Beobachtungsposten eingerichtet hatten. Oder besser gesagt, den Fleck, auf dem es einst stand, den von dem Gebäude selbst ist nur noch das Fundament übrig geblieben.
Der allgegenwärtige Rauch verhindert, dass uns die Feuerwehrleute entdecken, als wir uns durch die Trümmer den Weg zum Saum des unverbrannten Waldes bahnen.
Wer hier nicht über gesteigerte Sinne oder den Glanz der roten Augen gebietet, hat es wirklich schwer, nicht die Orientierung zu verlieren. Etienne und Eli hingegen fällt auf, dass sich im Dunkel des Waldes mehrere Gestalten bewegen. Eli nimmt die Gestalt einer Fledermaus an und schwingt sich in die Lüfte. Father Josef wählt den Weg durch den Wald, gefolgt von M. Demond und Etienne. Ich hingegen pirsche verdunkelt am Rand des Waldes entlang, um zu einem Weg zu gelangen, der an den Bäumen vorbei zum See führt.
Durch diesen Umweg verliere ich etwas Zeit und bin von den anderen getrennt. Lediglich Eli sehe ich, der im Zickzack über die Bäume fliegt.
Es scheint, als habe er etwas entdeckt …
Dann sehe ich sechs monströse Gestalten aus dem Dickicht hervortreten. Werwölfe in Crinosgestalt, jedoch mit räudigen Fell. Ich kann ein bulliges, fast nacktes Exemplar und ein Weibchen erkennen. Das Weibchen dreht den Kopf in meine Richtung und wittert. Ich hoffe nur, dass der Schutz meiner Verdunklung hält. Wo nur bleiben die anderen, verdammt?
Die Werwölfe, die ich für Tänzer der Schwarzen Spirale halte, rücken weiter in Richtung des Sees vor. In einigem Sicherheitsabstand folge ich ihnen.
Hinter einer letzten Gruppe Bäume suche ich Schutz und beobachte das Rudel. Sie setzten sich am Seeufer auf den Boden und stimmen einen disharmonischen, bizarren Singsang an. Während sie sich wie in Trance hin und her wiegen, erhebt sich ein klapperdürrer Wolfling und tritt leise hinter das Weibchen. Plötzlich reißt der Ritualmeister ihr mit einem blitzschnellen Klauenhieb die Kehle auf. Sterbend sinkt die Werwölfin nach vorne, ihr Oberkörper wird vom Wasser es Sees umspült. Das Blut, welches sich mit dem See vermischt, beginnt in einem dunklen rot zu glühen. Fassungslos sehe ich zu, wie sich die anderen Wolflinge erheben. Die Tänzer der Schwarzen Spirale waten in den See hinein – und scheinen sofort von seiner unsichtbaren Kraft in die Tiefe gerissen zu werden. Das Leuchten verringert sich zu seinem schmutzigen, rötlichen Schimmer.
Ich wage mich aus meiner Deckung heraus und aus einem der Bäume sinkt eine Fledermaus herab und nimmt die Gestalt von Eli an. Auch M. Demond, Father Josef und Etienne kommen zu uns. Vor uns liegt eine nackte, menschliche Frauenleiche am Ufer. Wir sind etwas ratlos, was wir tun sollen.
Der Tremere untersucht das erkaltende Blut und kann noch feststellen, dass es potent aber irgendwie verseucht war – als wirklich eine Tänzerin der Schwarzen Spirale. Leider fällt ihm kein Zauber ein, um das Tor wieder passierbar zu machen, das die Werwölfe in den See geöffnet haben.
Da nähern sich zwei Gestalten aus gegensätzlichen Richtungen unserer Position. Den kleineren der Männer identifiziert Father Josef als den Magi Esam Grimes. Der anderer ist ein Mann mit Spazierstock, schwarzen Haar und hat ein schweres Parfüm aufgelegt. Etienne betrachtet die Aura des Fremden, er ist ein Mensch, lebensfroh, begierig und lustvoll. Bei Mr. Grimes kann er nur erkennen, dass er ein Mensch zu sein scheint. Mr. Grimes spricht den Fremden als Carson an – und es scheint keine Sympathie in seiner Stimme mit zu schwingen. Carson – das war doch der Name des Magus, der einst den Caitiff Raymond zu Father Josef schickte!
Jedenfalls scheinen die beiden Magi unterschiedlichen Lagern anzugehören, Mr. Grimes von den Traditionalisten und Mr. Carson von den Technomagiern.
Beide Männer belauern sich und fordern uns auf, den Werwölfen zu folgen, um Schaden von den Caern fernzuhalten. Zu diesem Zweck zieht Carson eine Art Kästchen aus Metall unter seinem Mantel hervor und setzt ihm am Ufer des Sees ab. Auf unsere Frage, ob uns die beiden Magi beim Kampf gegen die Wolflinge zu unterstützen, verneinen die Männer. Denn wenn einer von ihnen mit uns geht, könnte der andere dies auch tun. Es scheint ganz so zu sein, als würde auch zwischen Carson und Grimes ein Pakt bestehen, jeweils den Caern unangetastet zu lassen.
Wir scheinen keine Wahl zu haben. Wenn die Tänzer das Heiligtum der Uktena schänden, könnte dies zu einem Ende des Vertrages zwischen dem Stamm und der Gesellschaft von New Orleans führen. Wir machen uns gefechtsbereit, vorsorglich haben wir Silbermunition mitgenommen.
Etienne wirkt wie in Trance versunken. Mr. Carson entschuldigt sich dafür amüsiert und lässt den Toreador wieder aufwachen. Der Kerl wird mir immer unsympathischer.
Father Josef öffnet das Kästchen. Mit einem mechanischen Rattern entfaltet sich der Apparatus und wird zu einer kreisrunden, glänzenden Scheibe.
Der Tremere betritt die Scheibe – und verschwindet wortwörtlich durch Zauberhand. Wir anderen folgen ihm.

Alles dreht sich um uns herum, dann finden wir uns ohne Übergang in einem dunstigen, grünen Wald wieder. Dämmriges Sonnenlicht sickert durch das Blätterdach, doch es verbrennt uns nicht zu Asche.
Ist dies die Geisterwelt, welche die Werwölfe so durchstreifen wie die materielle Welt? Ein schmaler Pfad schlängelt sich durch das Dickicht, auf ihm sind Abdrücke von Stiefeln zu sehen. Wir folgen der Spur, Eli voran, dann folgen Etienne, Father Josef und M. Demond. Verdunkelt bilde ich das Schlusslicht. Bald erreichen wir eine kleine Lichtung, auf der noch eine verlassende Feuerstelle brennt, gegenüber liegt ein Höhleneingang.
Als sich Eli annähert, stürzt der nackte, bullige Werwolf aus der Höhle heraus und greift uns brüllend an. Trotz unser zahlenmäßigen Überlegenheit und unseren Silbermunition ist der Wolfling ein schrecklicher Gegner.
Es gelingt ihm, unseren Angriffsring zu durchbrechen, und sich in den Wald zu schlagen. Etienne pirscht zum Höhleneingang vor, da springt der Werwolf wieder aus dem Dickicht hervor, fällt ihn an und reißt ihn mit sich.
Entsetzt folgen wir ihm in den Höhlengang. Der verletzte Werwolf hinterlässt eine schwarze Schleimspur, die uns zu einer Kaverne führt, in der ein kleiner Indianerjunge an einem Feuer hockt. Der Junge spricht nur seine Muttersprache, bloß hin und wieder bringt er auf Englisch die Worte „Gefahr“ und „Wald“ hervor. Wir folgen der Blutspur tiefer in das Höhlensystem hinein. Der Gang öffnet sich, vor uns erstreckt sich wieder ein tiefer, dunkler Wald. Wir sehen gerade noch zwei indianische Krieger mit Pfeil und Bogen bewaffnet zwischen den Bäumen verschwinden.
Die Blutspur hingegen führt nach links von den Indianern weg.
Wir beschließen, uns erst um Etienne zu kümmern. Nach kurzer Hatz stellen wir den verwundeten Werwolf, der den Toreador mit sich geschleift hat.
Unser Gegner verlässt die Crinosgestalt und wird wieder menschlich, scheint sich ergeben zu wollen. Father Josef lässt sich nicht narren und erschießt den Werwolf. Seine Leiche und den verkrüppelten Etienne tragen wir zurück zum Höhleneingang.
Von dort führen zwei Spuren in den Wald – sechs Wolflinge kamen an den See. Das Weibchen wurde getötet, um den Caern zu öffnen. Einen haben wir getötet. Der Junge in der Höhle könnte ebenfalls ein Werwolf sein. Bleiben drei Indianer auf den Kriegspfad. Von zwei Männern sehen wir hier die Fußabdrücke – von einem Werwolf scheint jede Spur zu fühlen. M. Demond, Eil, Father Josef und ich folgen den beiden Wolflingen in den Wald hinein.
Der verletzte Etienne schleppt sich in das Gebüsch seitlich neben der Höhle. Nach einer kurzen Zeit hört er Geräusche aus der Höhle, die rasch näher kommen und dann rennen sechs bis acht riesige Wölfe aus der Höhle und jagen in den Wald hinein.
Wir hören Wolfsgeheul hinter uns und wissen, dass wir uns schleunigst beeilen müssen, wollen wir nicht zwischen die Fronten geraten. Wenn die Eindringlinge vor uns Tänzer der Schwarzen Spirale sind, müssen die Werwölfe hinter uns zu den Uktena gehören. Wir hasten weiter.
Da sehen wir die beiden Krieger vor uns, die sich einem Flusslauf nähern. In einiger Entfernung sehen wir einen prächtigen Hirschen stehen, sein Fell ist weiß wie Schnee, sein verzweigtes Geweih wirkt wie eine mystische Krone. Wenn dies die Geisterwelt ist, dann ist dieses Wesen dort sicher kein Tier, sondern ein mächtiges Geschöpf, das mit dem Caern in Verbindung steht. Der Hirsch hat den Kopf gesenkt und trinkt, die Krieger befinden sich im Windschatten. So merkt der Geist nicht, wie sie Pfeil und Bogen auf ihn anlegen. Doch Father Joseph kommt ihnen zuvor. Der Priester zückt seinen Revolver und schießt – in die Luft. Der Schuss peitscht durch den Wald, der Hirsch wird aufgeschreckt und verschwindet mit riesigen Sätzen im Unterholz.

Wir haben keinesfalls vor, uns den Tänzern und den Uktena zum Kampf zu stellen und weichen ihnen über den Flusslauf aus. Tatsächlich schaffen wir es, uns ungesehen zum Höhleneingang durchzuschlagen. Dort sammeln wir den verletzten Gefährten ein und kehren durch die Höhle an den Ort zurück, an dem wir die Geisterwelt betreten haben. Den Jungen haben wir in der Kaverne kein zweites Mal angetroffen. Doch als wir den Ort erreichen, an dem wir in die Geisterwelt eingedrungen sind, finden wir uns wieder am Seeufer in der materiellen Welt wieder. Weder der magische Apparatus, der unsere Reise ermöglichte, noch die beiden Magi oder die Leiche der Tänzerin sind noch zu sehen. Auch die roten Lichter, die unheilvoll im Seewasser leuchten, sind erloschen. Mehr als froh, unsere Reise in die Geisterwelt und die Begegnung mit den Werwölfen überstanden zu haben, machen wir uns aus dem Staub. M. Demond kümmert sich um Etienne, während wir anderen eine Nachricht im Büro des Prinzen hinterlassen. Wir erhalten eine Audienz für die kommende Nacht, in der wir ausführlich Bericht erstatten sollen.

Prinz Doran wird sich mit dem Ausgang der Mission zufrieden zeigen.

Einige Nächte später
… kommt es zu einem Treffen mit Abgesandten der Uktena, voran ihrem Anführer Gabriel und den Gangrel Jared Tompson, Roxy und Eli.
Gabriel berichtet, dass es einen Angriff auf den Caern durch Tänzer der Schwarzen Spirale gegeben hat. Allerdings wurden die feindlichen Werwölfe durch andere Eindringlinge lang genug aufgehalten, sodass die Uktena sie aufhalten und vernichten konnten.
Eli lässt durchblicken, dass wir die Eindringlinge waren, welche die Tänzer der Schwarzen Spirale in ihrem Tun behinderten und so den Uktena die notwendige Zeit verschafften. Doch Gabriels Miene verrät mit keiner Regung seine Gedanken oder Gefühle uns gegenüber.
Stattdessen pochen die Uktena darauf, dass der Caern ihr Territorium sei. Nun, da das Neubauviertel durch die Feuersbrunst „bedauerlicherweise“ vernichtet wurde, verlangen die Wolflinge, dass es nicht wieder aufgebaut wird. Zudem sollen die Grenzen zwischen dem Herrschaftsgebiet der Vampire und der Uktena neu gezogen werden. Tompson verspricht, sich dafür einzusetzen, dass den Uktena unbeschränkter Zugang zu ihrem Heiligtum gewährt wird.
Später wird Prinz Doran der Empfehlung von Ahn Tompson zustimmen und dem neuen Grenzverlauf akzeptieren. Somit liegt der Caern jetzt außerhalb der Stadt New Orleans. Der Status Quo zwischen den Kainskindern und Wolflingen scheint damit wieder gefestigt zu sein.

Jedenfalls für den Moment.
Denn können wir wirklich sicher sein, dass alle Tänzer der Schwarzen Spirale vernichtet worden sind? Und was ist mit den realisierenden Magi Carson und Grimes, die eigene Pläne mit diesem Ort der Macht zu haben scheinen?
Werden sie es irgendwann wagen, ihre Hände nach dem Caern auszustrecken? Auch wenn ich schon vor einer ganzen Weile nach New Orleans gekommen bin, scheint es am Old Man River noch jede Menge verborgener Seilschaften, Geheimnisse und Abkommen zu geben, die im Dunklen harren…

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