Die Eisrose von Jarlak VI – Belsharion

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Aus Styrvakes Journal – 6. Boron 1023 BF –  Tsaekal und ich hatten die letzten Tage unserer Zeit damit verbracht, die nähere Umgebung um das Dorf zu patrouillieren. Mit den erbeuteten Pferden war das tatsächlich eine recht angenehme Geschichte. Und auch weil es keine besonderen Vorkommnisse gab. Isbloom’s Vision kündeten aber beide von einem anderem Schurken, der die Rose angreifen würde.

Die Rose war diese Nacht, wie soll man sagen, erblüht. Das kleine Wunder ließ das Dorf in freudige Festvorbereitungen fallen und brachte auch Hagen endlich wieder auf seine Beine, der in den Tagen nach dem Gefecht mit dem Schlitzerkult an einer seltsamen Krankheit gelitten hatte. Wir trafen uns dann am Abend unter anderem mit den Bronnjaren Fjadir und Tsadan an einem der Festfeuer und sprachen ausgiebig miteinander. Je mehr Meskinnes Fjadir trank, desto öfter reckte er sein Schwert in die Höhe und beschwor den Aufbau eines Heerzugs gegen die Eishexe. Tsadan berichtete davon, dass Reto von Sturmfels ein Buch an Soraya überreicht hatte, die daraufhin Norburg verlassen hatte. Bei dem Buch soll es sich um die Göttliche Erleuchtung gehandelt haben, was uns vor gar nicht allzu langer Zeit selber ins Unglück gestürzt hatte. Die Rahjageweihte Sulva hatte die Übergabe beobachtet.

Ich erfuhr von den beiden dann auch einiges über das militärische Konzept der Adelsmarschallin und das Thema wanderte auch zu den beiden Champions der Eishexe. Den einen kannten wir ja bereits. Halman von Gareth, den ich nur zu gerne packen und zu Shirr’Zach schleifen wollte. Aber auch auf einen gewissen Belsharion, der angeblich im Dienste Nagrachs stand. Den kannten wir noch nicht, aber Fjadir  konnte ihn uns sehr gut beschreiben. Tsaekal und Isbloom konnten es gar nicht recht fassen. Der beschriebene Mann passte ziemlich genau auf den Magier aus ihren Visionen. Und dann brannte eine Scheune im Dorf.

Dies war natürlich der Angriff auf den nicht nur ich sondern alle meine Gefährten gewartet hatten. Aus dem Wald um das Dorf herum hetzten 3 Rudel wolfsartiger Kreaturen. Angeführt wurden sie jeweils von einem dämonischen Kharmanti, aber die Masse waren 2-köpfige Eiswölfe. Sie orientierten sich gar nicht so sehr auf die Eisrose sondern fielen ins Dorf ein. Wenn die Verluste klein bleiben sollten, mussten wir die Bewachung der Rose lockern. Die Bronnjaren, Tsaekal, Wulfen und Nidaria halfen dem Dorf, Lyosho und Isbloom schossen auf alles was eine ausreichende Sicht bot. Sheanna und Hagen blieben bei der Rose und ich versuchte ein ganzes Rudel auf mich zu lenken, nicht allzu weit von der Rose entfernt.

Taktisch war die ganze Angelegenheit eine absolute Katastrophe. Eigentlich hätten sich alle zur Rose begeben sollen, wo wir eine koordinierte Verteidigung hätten aufbauen können, als Hagens Stimme über die gesamte Ebene donnerte und alle zum Licht rief. Zeitgleich leuchtete im Sternenhimmel ein Stern auf und warf einen glitzernden Schein um eines der Lagerfeuer. Das warf Fragen auf, die allerdings auf später warten mussten. Meine Axt schwang von links nach rechts und brachte Verwüstung in das Rudel dem ich mich zugewendet hatte. Im Dorf tauchte wie prophezeit Belsharion auf, der eine Pech- und Schwefellanze gegen Nidaria schleuderte. Doch Wulfen schmiss seinen sonst so nutzlosen Körper dazwischen, so dass die Geweihte unbeschadet davon kam.

Auf meiner Seite erschien eine Reiterin in eiserner Rüstung am Waldrand. Ihr Ziel war unmissverständlich die Eisrose. Obwohl ich noch attackierende Wölfe um mich herum hatte, wendete ich mich ihr zu. Sowohl ihre als auch meine Schläge fanden nicht so richtig ins Ziel, als Tsaekal wie aus dem Nichts kommend ihren Plattenpanzer mit seinem Speer durchbohrte. Ihr Körper fiel vom Pferd doch wir spürten abermals das Knistern von Magie. Belsharion hatte sich teleportiert und warf eine seiner Lanzen diesmal direkt gegen die Eisrose. Anscheinend war heute der Tag des Sich-in-magische-Lanzen-werfen, denn Hagen nahm es auf sich, die Rose zu beschützen.

Er bekam eine ganze Menge ab, doch ein Teil kam an ihm vorbei. Um die Rose herum bildete sich allerdings augenblicklich ein schützender Eiskokon, in den die Lanze hinein krachte ohne nennenswerten Schaden zu verursachen. Ifirn beschützte ihr Wunder höchstselbst. Belsharion hatte sich unterdessen mit einem weiteren Teleportationszauber aus dem Staub gemacht, so dass wir leider nur noch den Rest der Kreaturen nieder metzeln konnten. Insgesamt waren nur 3 Dorfbewohner gefallen.

9. Boron – In den letzten paar Tagen war nicht viel geschehen. Im Wesentlichen leckten wir unsere Wunden, pflückten die Rose und hatten uns auf den Rückweg nach Norburg gemacht, wo wir Quartier von Tsadan in der Norburg gestellt bekamen. Die Tempelweihe wurde vorbereitetet und würde in den nächsten Tagen stattfinden. Mit ein paar Erkundigungen fanden wir heraus, dass ziemlich viele Leute bereits abgereist waren, darunter Mirhiban, Amuri, Wolfsmond, Dhana, Soraya, Reto und Aldare. Dafür waren in der Magierakademie Gäste angekommen, nämlich Hexen aus dem uns bekannten Schlangenzirkel.

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