Blut auf der Themse 19 – Im Refugium der Schlange

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Montag, der 27.03.1882: Der Klügel sitzt in der Stadtvilla von Sir William zusammen und berät, wie sie den mutmaßlichen Jünger des Set auftragsgemäß ausschalten können. Sie beschließen, ihn nach Verlassen der Zuflucht im Innenhof „seines“ Hauses anzugreifen. Hier wird der Setit kaum Fluchtmöglichkeiten haben. Mr. Wright und Moonfield sollen sich verdunkelt im Innenhof auf die Lauer legen. Mr. Meriwether wird in Fledermausgestalt aus dem Luftraum angreifen. Lord Liam, Sir William und Sir Cedric werden auf der Straße vor dem Gebäude warten und eingreifen, sobald sie Kampfeslärm hören.
Sir Cedric erklärt zu den Möglichkeiten der Setiten, dass sie über eine exklusive Disziplin namens „Serpentis“ verfügen. Diese verleiht ihnen verschiedenartige Kräfte von Schlangen. Zudem sollen die Jünger des Set einen eigenen Taumaturgiepfad entwickelt haben.

Lord Liam macht den Vorschlag, dass der Setit unter Umständen auch in den Katakomben des Theater of modern Arts untergebracht werden kann, wenn es gelingt ihn zu pfählen anstatt zu töten. Mr. Wright stellt noch einen Kellerraum in der Nähe des Unterschlupfs des Setiten zur Verfügung, damit die Kainskinder morgen kurz nach Sonnenuntergang ihre Stellungen beziehen können.

Zuvor besorgt sich Mr. Wright noch einen Trinkschlauch mit Lampenöl, um ggf. die Mumie leichter in Brand setzen zu können. Moonfield trifft sich noch einmal mit Juliette Parr und steckt sich einen Holzpflock ein, bevor er zum Kellerraum aufbricht. Sir Cedric besorgt zwei Degen, die mit dem Ritual „Flammende Klingen“ verzaubert worden sind. Lord Liam rüstet sich mit Degen, Pflock, Pistole und dickem Mantel. Sir William erhält einen der verhexten Degen.

Dienstag, der 28.03.1882: Wie geplant verbergen sich Mr. Wright und Moonfield verdunkelt im Innenhof, Mr. Meriwether hängt als Fledermaus am Dachfirst. Die drei anderen Kainskinder warten draußen vor der Hofeinfahrt.
Kurze Zeit später öffnet sich die Haustür und ein gelbgesichtiger Orientale verlässt das Gebäude. Der Gangrel stürzt sich gleich in menschlicher Gestalt von oben auf den Mann. Doch er verfehlt das Ziel halb und schlägt stattdessen auf den Boden auf. Das überraschte Opfer stolpert nach vorne, Mr. Wright und Moonfield verlassen ihre Positionen und rennen auf den Setiten zu. Es kommt zum Kampf mit dem fremden Vampir. Als schließlich auch Lord Liam, Sir William und Sir Cedric angreifen, ist der Jünger des Set schnell vernichtet und zerfällt zu Knochenfragmenten und Staub.

Doch Mr. Wright ist erbost, da Mr. Meriwether zu früh vom Dach abgesprungen ist und damit die Aktion gefährdet hat. Der Zugriff hätte weiter im Innenhof erfolgen sollen. Als der Gangrel dann noch knurrt, Mr. Wright solle sich nicht so haben, schmettert der Nosferatu wutschnaubend seine Axt gegen die Hauswand und verlässt den Klüngel. Lord Liam geht Mr. Wright hinterher, doch der hat für heute genug und will nicht mit zurückkommen.

Moonfield sammelt die Knochensplitter des Setiten ein verteilt den Staub etwas im Innenhof. In den Überresten finden die Kainskinder einen Schlüsselbund und ein Amulett. Es handelt sich um einen kleinen schwarzen Skarabäus in einer Goldfassung an einer Kette. Fremde Zeichen sind in das Gold eingeprägt, und der schwarze Stein scheint sich leicht zu bewegen. Die fünf Vampire dringen in das Gebäude ein. In der Wohnung finden sich nur wenige verhangene Möbel. Doch als sie den Keller untersuchen, stoßen sie auf eine Überraschung:

Hinter einer der einfachen Holztüren befindet sich an der Kellerwand ein Vorhang, hinter dem ein diffuses Licht durchsickert und ein kaum hörbares Summen erklingt.
Als Lord Liam den Vorhang aufzieht, kommt dahinter ein magisches Portal zum Vorschein das in einen weiteren Gang aus schweren Sandsteinquadern führt. Ein Gang, den es in diesem Haus in London nicht geben kann…
Sir William holt ein Stück Kohle aus einem anderen Kellerraum und wirft es durch das Portal in den Gang hinein. Vorsichtig greift Lord Liam in das Tor hinein – er spürt nur einen leichten Widerstand – und durchschreitet es. Doch als er sich zu den anderen umdreht, breitet sich Schrecken auf seinem Gesicht aus. Der Toreador versucht zu ihnen zurückzugehen, doch als er eigentlich wieder den Keller betreten sollte, scheint er aus dem Gang zu verschwinden. Er taucht zwar wieder im Gang auf, kann jedoch nicht wieder durch das Portal zurückkehren. Erst als Sir William ihm den Skarabäusanhänger in den Gang wirft und der Toreador sich das Kleinod anlegt, kann er durch das Portal nach London zurückkehren.

Die Vampire beschließen, den Gang durch das Portal zu erforschen. Eine Treppe führt nach unten, in eine kleine Kammer, von der drei weitere Gänge abzweigen. Als sie die Gänge erforschen, finden sie zunächst eine Kammer, die eine Art antikes Bad zu sein scheint. Dann folgt ein Raum mit einem divanartigen Bett, in einem Schrank hängen Anzüge im britischem Stil. Als sie einem Gang folgen, der sich im Dunkel verliert, endet dieser vor einer mit Hieroglyphen geschmückten Steinplatte. Als Moonfield geistesabwesend über die Symbole streicht, erkennt er darin ein verborgenes Muster und die Steinplatte öffnet sich rumpelnd. Der Gang dahinter führt in eine Kammer von zehn mal zehn Metern. Von der Decke hängen Kandelaber, die ein seltsames gelblich-bläuliches Licht verbreiten. An der Wand stehen ein goldbeschlagener Sarkophag und eine Amphore mit Symbolen einer schakalköpfigen Gottheit. Weiterhin befinden sich in dem Raum ein Schreibtisch mit Büchern und Schriftrollen, sowie ein Labortisch voller Glaskolben und anderer alchimistischer Gerätschaften. Die Vampire machen sich daran, im Laboratorium herumzuschnüffeln. Dabei finden sie sechs weitere Skarabäenamulette. Gerade, als Sir William einige Bücher einsteckt, öffnet Moonfield neugierig die Amphore. Plötzlich schießt eine Sandfontaine heraus, die sich wirbelnd in die Mumie verwandelt.
Moonfield weicht zurück, Lord Liam, Sir William, Sir Cedric und Mr. Meriwether stellen sich dem Kampf. Die Mumie erweist sich als wesentlich zäherer Gegner als der Setit. Sie teilt kräftige Schläge aus, während Klauen des Tieres, verhexte Feuerdegen und heraufbeschworene Flammen auf die Kreatur herniedergehen. Doch schließlich bricht die Mumie zusammen und zerfällt unwiederbringlich zu Sand. Nach der Vernichtung der Mumie untersuchen die Vampire noch den Sarkophag, doch der ist leer. Die Bücher auf dem Schreibtisch sind in englischer und arabischer Sprache geschrieben, die Schriftrollen könnten setitische Zauberformeln enthalten.

Bevor sie nach London zurückkehren, stellt Lord Liam dem Klüngel eine heikle Frage: sie könnten ihre Entdeckung treuergeben Lady Anne mitteilen oder das magische Portal und das Refugium für sich als Zufluchtsort behalten…
Die Kainskinder beschließen, dass sie eine Entscheidung von solcher Tragweite nicht ohne Mr. Wright treffen können. Also machen sie sich erst mal auf den Rückweg nach London.

Dabei stellen sie fest, dass jeder der Skarabäen das Portal zu einem anderen Ort öffnet. Nur Lord Liam gelangt direkt in den Keller in London zurück. Sir William und Mr. Meriwether landen jeder in einem anderen dunklen, kalten Kellerraum, Sir Cedric findet sich einem Raum mit Lehmwänden und einer schweren Holztür wieder. Irgendwoher erklingen Stimmen, die sich in einer fremden Sprache unterhalten. Moonfield schließlich gelangt in einen schummrige, heiße Sauna, irgendwo spielt jemand Harfe.

Doch sie können durch die Portale in das Refugium zurückkehren und über den Skarabäus, den Lord Liam trägt, kommen alle wieder wohlbehalten in London an.

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