Die nicht mehr warten wollen – Teil 3

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9. August 2947 Drittes Zeitalter

Die Adler bringen uns auf die unerreichbar hohen Gipfel des Nebelgebirges. Dort empfängt uns Gwaihir, der Fürst der Adler. Er wundert sich, dass die Hohe Dame Irimee mit einer Gruppe Menschen im Nebelgebirge unterwegs ist. Er fragt uns der Reihe nach wegen unserer Beweggründe aus und zieht ein wenig in Zweifel, ob sich unsere Rettung gelohnt hat. Besonders da einer der Adler, Gaerthor, schwer verletzt wurde. Roderic bietet sich an, die Wunde zu untersuchen und Dank der heilenden Lieder, gelingt ihm dieses Kunststück und der Adler wird wieder genesen. Gwaihir berichtet von Umtrieben der Orks, was uns soweit bekannt ist, nur spricht er auch von einer Festung der Orks südlich des Schwertels. Diese ist uns Neu und Gwaihir fordert uns auf, dieses Beorn zu berichten, damit er seine Schlüsse daraus ziehen kann.

Die Adler bringen uns zurück zum Hohen Pass zur Ruine Heutals, wo wir auf die Söhne Elronds warten sollen. Es wird Nacht, Irimee zeichnet einen Kreis um unser Lager und wehrt damit die bösen Geister ab. Sie ziehen zwar durch die Ruinen, aber keiner nähert sich unserem Lager. Bis mitten in der Nacht, während Roderics Wache, sich eine Dunkle Wolke aus dem Gebirge unserem Lager nähert. Roderic will noch handeln, aber die Wolke umhüllt Irimee in Bruchteilen einer Sekunde und alle fallen unter eine dunkle Erschöpfung.

Wir wachen in einem Stall auf. Die Wände sind intakt und frisches Heu liegt in den Futterstellen. Wir öffnen die Tür und betreten Heutal. Allerdings nicht so wie wir es kennen, sondern eine Metropole der Pferdemenschen, die vor Leben fast zu bersten scheint. Neugierige Kinder begleiten uns zum Markt. In der Stadt ist zur Zeit der Große Markt. Der Stadthalter mit seinen Männern wird heute zurück erwartet, er ist zu Verhandlungen in den Süden gezogen und soll mit guten Nachrichten zurückkommen. Auf dem Weg zum Markt fällt uns elbischer Gesang aus einer Taverne, Zur Fallenden Ziege, am Marktrand auf. Wir folgen der Stimme und treffen auf die Dame Rodwen, zu unserer Zeit die Botschafterin der Elben in Esgaroth. Diese Dame Rodwen wirkt allerdings wesentlich jünger, unvoreingenommener, man kann fast sagen schelmisch. Nach einigem Wordgeplänkel mit ihr und ihrem Begleiter dem Gaukler Geb, erzählen wir ihr unsere Geschichte und von unseren Befürchtungen, das während der Feierlichkeiten etwas Schlimmes passieren wird.

Haleth, ein Junge und Verwandter vom Wirt Aldor, kommt in die Taverne gelaufen. Der Ratsherr ist zurück, mit ihm seine Krieger und eine ganze Anzahl fremder Soldaten. Diese Soldaten tragen rötliche Rüstungen und es sind eine ganze Menge mehr, als der Ratsherr Wächter hat. Vom Tross weht uns ein süßlicher Geruch, wie von Verwesung, entgegen. Wir versuchen Haleth, Aldor und Rodwen zu warnen, aber die Zeit reicht nicht mehr, die Stadt zu verlassen. Der Ratsherr hebt seine Stimme als er auf dem Marktplatz ankommt, er schwadroniert von einem neuen Herren und neuer Herrlichkeit, er verspricht allen eine neue Zeit. Die fremden Soldaten greifen ohne Vorwarnung an. Es gibt ein Gemetzel auf dem Marktplatz und jeder der nicht flieht wird von den Soldaten erschlagen. Wir versuchen Heutal zu verlassen und verkaufen unsere Haut ziemlich teuer, werden aber schlussendlich überwältigt.

Mit Hunderten anderer Gefangener werden wir in einen langen Sklaven-Treck gezwungen. Die Soldaten treiben uns unbarmherzig an. Tagelang geht der Zug Richtung Süden. Schließlich werden wir am Rand des Düsterwaldes einer Horde Orks übergeben. Diese treiben uns tiefer in den Wald nach Dol Guldur, in eine Höhle, die uns weiter in die Tiefe direkt unter Dol Guldur führt. Hier, geschlagen, von Orks bewacht, ist alle Hoffnung von uns gefallen. Eigentlich sollte dies alles ja ein Traum sein, nur gelingt es uns nicht zu erwachen, wenn es überhaupt einer ist.

 

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