Winternacht IV – Absurdistan

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29. Peraine 1022 BF – Mit dem Häuptling Ninaljok wird die immer ernst zu nehmendere Lage besprochen. Sowohl Rowin als auch Styrvake bekräftigen weiterhin ihre Meinung, dass die Nivesen hier nichts zu suchen haben und besser wieder in den Süden abziehen. Die Unterhaltung wird unterbrochen von einer nackten Frau die auf einmal am Rande des Lagers steht. Ihre Haut ist schneeweiß und nur ihre langen weißen Haare bedecken ihre Nacktheit. Tsaekal weiß in ihr eine Weggefährtin und in diesem starken Kontrast erkennt man erst, wie zivilisiert er geworden ist. Die Schamanin Nikalja nimmt Viala, das ist eines der wenigen menschlichen Worte die man aus ihr heraus bekommt, bei sich auf. Beide begeben sich zu einem der Zelte wo sich die Schamanin um die Verletzten kümmern will.

Der Häuptling indes ist mit keinen rationalen Argumenten zu überzeugen und will weiter den Instinkten seiner Karene folgen, also weiterhin in den Norden ziehen. Bevor es aber dazu kommt, gellt ein Schrei aus dem Zelt der Schamanin durch das Lager. Mit gezogenen Waffen wird in das Zelt gestürmt. Jukjak, eine Liebelei des Thorwalers, liegt tot am Boden. Ihr Körper hatte sich verändert, denn ihr waren, unter anderem, Krallen gewachsen. Das Zelt ist an einer Seite aufgerissen und Spuren deuten daraufhin, dass ein Yeti die Schamanin und Eikala, Jukjaks Kind, verschleppt hat und Viala die Verfolgung aufgenommen hat. Die Gefährten nehmen ebenfalls die Verfolgung auf.

Der Spur im Schnee ist einfach zu folgen, aber das Wetter macht ein Vorankommen sehr schwierig. Es dauert zwar ein paar Stunden, aber schließlich muss die Jagd eingestellt werden. Die Nacht bricht ein. Kurz vor dem Lager der Nivesen setzt Hagel ein, der in dicken schwarzen Kugeln herunter fällt. Das gesamte Lager ist unruhig aber die Nivesen haben die Lage noch unter Kontrolle.  Als aber auch plötzlich Blut vom Himmel fällt, drehen die Karene vollends durch und walzen in einer großen Stampede aus dem Lager.

30. Peraine 1022 BF – DIe ersten Stunden des Tages werden damit verbracht, wieder Herr der Lage zu werden und die Verletzten zu versorgen. Sobald das vollbracht ist, sammelt der Häuptling seine Mannen um sich und jagt den Karenen hinterher. Den Gefährten trägt er auf so bald wie möglich mit den Verletzten und Alten hinterher zu kommen. Die Situation ist so seltsam, dass ernsthaft überlegt wird, die Nivesen sich selber zu überlassen und lieber dem eigentlichen Ziel zu folgen. Tsaekal ist aber sehr überzeugend und überredet die Gefährten,   sich zumindestens für einen Tag um die Nivesen zu kümmern.

Wachen werden aufgestellt und die Kinder, Kranken und Alten werden versorgt. Die Nacht nimmt kein Ende. In der Tat scheint die Sonne tatsächlich nicht mehr aufgehen zu wollen, denn nach ein paar Stunden der Ruhe sind alle eigentlich ausgeruht. So ausgeruht, dass die Nivesen anfangen zu nörgeln und ungefragt schlechte Ratschläge zu geben. Die Stimmung unter den Gefährten sinkt Stück für Stück.

Ein paar Schlitten mit Hunden werden zurecht gemacht und die unverfehlbare Spur der Karene gibt die Richtung an. Nach gar nicht langer Zeit liegt ein nivesisches Ehepaar auf dem vereisten Boden. Der Ehemann, Neajo, ist tot und Maden krabbeln bereits aus seinem Körper, was Balthasar doch seltsam findet. DIe Frau, Jeini, hat einen unfokussierten Blick und faselt vor sich hin. Sie wird kurzerhand auf einen der Schlitten gebunden und mitgenommen. Die Kinder und die Alten werden unterdessen immer anstrengender und drängen zur Eile. Styrvake wird immer gereizter und fängt an den Nivesen zu drohen.

Weiter auf der Spur der Karene ragt wie aus dem Nichts eine Klamm aus Eis auf. In den Wänden eingefroren sind Nivesen zu sehen. Die Schamanin und Viala tauchen ebenfalls vor der Klamm aus der Dunkelheit auf. Viala konnte erfolgreich den Yeti stellen. Gemeinsam wird der schmale Durchgang in Angriff genommen. Unbehelligt gelangt man auf die andere Seite wo ein zugefrorener See liegt. Obwohl es viele Grade unter 0 ist knackt es immer wieder bedrohlich. Auch dies ist höchst seltsam. Plötzlich brechen schwarze Tentakel durch die Eisdecke und greifen an. Ein kurzer Kampf entbrennt. Tsaekal und einer der Schlitten wird in das Eiskalte Wasser gezogen. Tsaekal trägt aber das Efferd Mysterium, so dass er dem Ungetüm entkommen kann.

Die Gefährten stehen noch am Rand des Eissees als Fenew auffällt, dass ein weiteres Kind unter den Nivesen aufgetaucht ist, Eikala die vom Yeti entführte Tochter Jukjaks. Auf Nachfrage bezeugen alle Nivesen, dass dieses Kind schon die ganze Zeit dabei gewesen ist, aber die Gefährten sind sich sicher, dass dem nicht so ist. Ein bekanntes silbernes Glitzern funkelt auf einmal in den Augen des Mädchens. Bei Fenew brennt die Sicherung durch und er schlägt zu. Die Gereiztheit unter allen bahnt sich ihren Weg und bis auf Viala und die Schamanin werden alle anderen erschlagen. Sogar der Junge Genko fällt im wahnsinnigen Kampfgetümmel.

Gemeinsam reist man um den See herum und findet nach ein paar Stunden auch wieder die Spur der Karene. Diese führt nach kurzem Weg tatsächlich zu dem Lager der Nivesen. Der Häuptling begrüßt die Gefährten freundlich, aber wundert sich über die Schilderungen die berichtet werden. Im Lager geht es aber auch nicht mit rechten Dingen zu, denn die Nivesen scheinen mitten in einer Orgie begriffen zu sein. Ein blutroter Mond schiebt sich unerwartet über den Horizont. DIe Leiber der Nivesen zucken und verwandeln sich nach und nach in Werwölfe. Die Gefährten ergreifen die Flucht. Tsaekal allerdings wird von den Wölfen eingeholt und getötet. Es machte aber irgendwie den Eindruck als wäre das Absicht von ihm gewesen.

Mittlerweile ist allen klar, dass dieser Ort nicht wirklich ist. Zuviele Ungereimtheiten und Absonderlichkeiten hatten sich in den letzen Stunden ereignet. Und tatsächlich. Fast wie auf ein Stichwort hin taucht eine Gestalt auf. Das Mädchen Eikala erzählt freimütig, dass sie ein Morcan (ein Alptraumdämon) sei und den Auftrag hat den WIllen ihrer Gefangenen zu brechen. Die Gefährten hätten sich aber als äußerst widerspenstig gezeigt, was sie auf die Idee gebracht hat, dass sie mit Hilfe der Gruppe ihren Beschwörer bezwingen kann. Dies ist ein Mann namen Jaren Feuermal. Wird er getötet schenkt sie den Gefangenen die Freitheit. Auch wenn es ein Pakt mit dem Teufel ist, wird das Geschäft mangels Alternativen angenommen.

2 Gedanken zu „Winternacht IV – Absurdistan

  1. Agrawan

    Das Tagebuch gefällt mir, es fängt die Atmosphäre des Abends sehr gut ein. :-)
    Habe ein paar kleine Korrekturen vorgenommen. Bekommst Du das vom letzten Abend auch noch hin? :-)

  2. he Beitragsautor

    Habe ich mir für heute Abend vorgenommen. Ich werde den Stil allerdings ändern und mal aus Styrvakes subjektiver Sicht schreiben

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