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Opfer eines harten Winters II

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Am Ausgang der Höhle angekommen ging es zügig den vereisten Wasserfall hinunter. Unten angekommen, war es wieder einmal Magnus der die beiden Raben als erster erblickte, die in einer Tanne unweit vor uns saßen und auf uns herabblickten. Als der letzte von uns unten war, erhoben sich die beiden und flogen einen schmalen Pfad entlang der weiter in ein Wäldchen führte. Natürlich folgten wir sofort.

Erst viel es mir gar nicht auf, aber es war wärmer geworden. Natürlich war es immer noch kalt, aber eben so dass man meinen konnte, dass die letzten Tage des Winters angebrochen sind und der Frühling darauf wartet zu beginnen. Auch schien um uns herum der Schnee angefangen zu haben, zu schmelzen und so sah man immer öfter Gras oder Heidekraut durch die weiße Schneedecke blicken. Zu allem Überfluss war dies auch nicht mehr das Tal welches wir zuvor beschritten hatten. Weiterlesen

Opfer eines harten Winters I

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Ubbo, Juren und Gydha ging es gut, sie lebten. Auch Magnus war noch bei uns, auch wenn ihn der Angriff des Rachegeistes stark mitgenommen hatte. Langsam und in aller Ruhe machten wir uns auf den Weg zurück nach Gunnvor und noch immer hallten die Worte des Rachegeistes in meinem Kopf nach, „Ich verfluche euch, für ein Jahr und einen Tag“. Aber je näher wir dem Dorf kamen desto weniger Dunst war zu sehen und als wir die Palisade erreichten schienen uns auch die ersten Sonnenstrahlen entgegen und vertrieben endgültig die trüben Gedanken. Ja die Götter waren mit uns, daran gab es keinen Zweifel.

Natürlich wuschen wir uns und aßen eine Kleinigkeit, aber viel war in Gunnvor nicht mehr zu tun. Wir beobachteten wie die Jüten Wendler und Latik Geschäfte mit Jarl Ottar Stigsson machten und stellten fest, dass der Schwede Thorgren Dormalsson wieder einmal alleine ausgeritten war. Auch sprachen wir noch einmal mit der Volva Gydha Skuldsdottir über Gorn, darüber warum er Astrid Ottarsdottir und vor allem wie er sie geschändet haben soll. Aber es gab keine neuen Erkenntnisse. Loki vermochte seine Finger im Spiel zu haben, aber noch offenbarte er sich nicht. Weiterlesen

Der Jäger IV

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Wer weiß was uns in Gunnvor erwarten würde, wenn wir mit den drei toten Söhnen des Jarl auftauchen. Hoffentlich hatten die Götter wirklich ein Auge auf uns, wie Hild immer wieder betont hatte. Eine lange Reise sollte auf uns warten, meinte sie als wir in Rohald aufbrachen. Was wenn selbst fünf Tage bereits für sie eine lange Reise waren? Oh, ihr glaubt gar nicht wie meine Gedärme zwickten bei dem Gedanken daran. Wie gerne hätte ich auch ein paar der Pilze gegessen, die Ubbo immer wieder Gnor in den Mund stopfte. Aber ich vermute, ihm ging es wie mir und er wollte seinen Vorrat nicht auch noch durch drei teilen müssen. Weiterlesen

Der Jäger III

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Noch in derselben Nacht packten wir unsere Sachen und brachen auf in Richtung Rohald, wo wir auch Odin sei Dank, umbehalten ankamen. Natürlich gingen wir zu aller erst in das große Langhaus von Rohald um Jarl Hrolf Knudson zu berichten. Viele der Bewohner von Rohald waren zu dieser späten Stunde nicht mehr zugegen und vielleicht auch deshalb oder weil ihn unsere Worte wirklich beunruhigten, war Hrolf sehr schweigsam. Am nächsten Tag wollte er zuerst einmal mit den Ältesten sprechen um dann zu schauen was weiter zu tun sei. Gnor Ygnarson wurde ein Platz am wärmenden Feuer Rohalds angeboten und ihm ein Lager im Gästehaus zugewiesen, sowie einiges an frischer Kleidung gebracht. Ihn wollte Hrolf ebenfalls am nächsten Morgen befragen. Weiterlesen

Der Jäger II

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Vielleicht konnte uns der dritte und schlafende ja eine Antwort darauf geben. Aber als wir uns diesem zuwandten, mussten wir erkennen, dass Gnor, der Mann aus Odense, neben dem Krieger kniete und mit irrem Blick in den Augen wieder und wieder auf ihn einstach. Er hatte ihm wohl den Dolch genommen und die Gunst des Augenblickes erkannt.

Was in allen Göttern Namen hatte er getan? Einen wehrlosen schlafenden Krieger zu erstechen. Weiterlesen

Der Jäger I

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Wir wollten uns gerade wieder ins Langhaus begeben, um dies mit einem Humpen Met zu feiern, als die Volva zu uns trat und sagte, „Morgen kurz nach dem die Sonne den Horizont berührt, findet ihr euch alle in meiner Hütte ein. Ich muss mit euch etwas wichtiges Besprechen.“

Wir legten uns also schlafen, immerhin waren wir in den letzten Tagen nicht sonderlich oft dazu gekommen und so geschah dann in dieser Nacht auch nichts Besonderes mehr. Nur Ubbo berichtete uns am nächsten Morgen auf dem Weg zur Volva Hild, dass er einen überaus deutlichen Traum erlebte, in dem wieder einmal zwei schwarze Raben vorkamen und ein Mann in Lumpen der durch den weiß verschneiten nächtlichen Wald lief. Es war alles nicht greifbar, aber es fühlte sich an als ob die Götter noch nicht fertig mit uns wären. Weiterlesen

Winter in Rohald II

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Wir wollten also soeben das Langhaus verlassen, als ein markerschütternder Schrei aus dem hinteren Teil des Hauses, aus den Räumen des Jarl erklang. So nahmen wir die Beine in die Hand und fielen förmlich die Stiege ins obere Stockwerk hinauf. Hier war der der Raum mit Fellen und Stoffen in zwei Schlafbereiche unterteilt. In dem einen stand das Bett von Gudrid und ihrem Mann und in dem anderen das Bett von Hrolf und seiner Frau. In diesem lag Hrolf auch zusammengekrümmt wie ein kleines Kind und sich vor Schmerzen windend. Um ihn herum seine sorgenvoll dreinschauende Frau Yngwe, seine älteste Tochter Gudrid, der es ebenfalls nicht gut zu gehen schien und ihr Mann Herjolf, der sie leicht stütze. Hrolf hatte sich wohl schon ein paar Mal erleichtert und das gute Festessen auf den hölzernen Dielenboden gekotzt. Weiterlesen