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Gruft der sterbenden Träume 3 – Die vermisste Expedition

21.8.21
Meisterin Eufrynda war in Sorge um die Expedition, die vor fünf Tagen in den Davorkar aufgebrochen war. Seit drei Tagen hatte sie keine Neuigkeiten durch den magischen Zirkel erhalten. Es wurde Zeit, dass der Neuankömmling – Meister Tribor – sich nützlich machte.

Dieser lud uns zu einem großen Schmaus in Der Näherinnen Rast ein und heuerte uns an, ihn in den finsteren Wald zu begleiten. Die Vermissten waren zu den Ruinen gegangen, in denen Gorak die Kupferkrone gefunden hatte. Er verpflichtete noch den erfahrenen Jäger Perrin, so dass wir zwei Tage später aufbrechen konnten.

28.8.21
Am Vortag hatten wir die Trauerweide passiert, bei der sich Ianoscho vor zwei Monaten mit dem Elfen getroffen hatte. Danach verließen wir uns darauf, dass Perrin uns sicher durch uns unbekannte Bereiche des Davorkars führte.

29.8.21
Die Nacht war unruhig, weil elfenartige Kindwesen in der Nähe waren und versuchten, die jeweilige Wache zu ihnen in den Wald zu locken. Nach Sonnenaufgang schlugen sie zu und griffen Perrin mit klauenbewehrten Händen an, während er alleine seine Notdurft auf dem Donnerbalken verrichtete. Wir kamen seinen Hilferufen umgehend nach, seine Angreifer flohen ins Unterholz und vor unseren ungläubigen Augen verwandelte sich ihr Opfer in eine Ausgeburt. Herogai erschlug den armen Mann und spritzende Säure ruinierte sein Kettenhemd.

Wir zogen weiter, doch in der Nacht kamen sie wieder und versuchten, einen Rucksack zu stehlen.

1.9.21
Seit zwei Tagen waren wir nicht mehr richtig zur Ruhe gekommen und mussten tagsüber rasten, um unsere Kräfte zu schonen.

2.9.21
Endlich waren wir den Wesen und ihren ständigen Attacken entkommen, aber dafür wendete sich das Wetter mit starkem Wind und Regen gegen uns.

3.9.21
Am frühen Nachmittag erreichten wir ein Bootshaus am Malogmor, um das mehrere Alpkatzen streiften. Eigentlich war der Posten mit einer Pallisade zum Wald hin geschützt, aber die Großkatzten konnten durch das offene Tor ein und aus gehen. Wir kamen durch den Fluss, töteten zwei und verjagten die dritte, bevor wir das Tor sicher verschlossen. Im Haus fanden wir die verängstigten Magiernovizen Marla und Plendel, die hier ausharrten, während sie auf Neuigkeiten vom Hauptlager warteten.

Doch seitdem die Expedition vor einigen Tagen wohl in ein Mausoleum gegangen war, waren sie durch eine 50 Schritt breite Schneise getrennt, die alles Leben im Wald hat absterben lassen. Sie wachten über diesen Versorgungsposten; das eigentliche Expeditionslager war zwei Stunden gen Osten bei einer Turmruine.

Herogai, Tribor und Ianoscho schauten sich draußen nochmal um, und fanden in einem Vorratsschuppen eine vergrabene Geldkassette, die sie unangetastet wieder eingruben, und einen Schuppenpanzer, den Herogai nahm, denn sein Kettenhemd war arg in Mitleidenschaft genommen. Wir freuten uns auf die seit ettlichen Tagen erholsamste Nacht.

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