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Die göttliche Erleuchtung III – Es ist was faul im Totensumpf

Am späten Nachmittag des 2. Firun 1022 BF erreichten die Gefährten Fedoran und wurden vom Schulzen Boris Karloff empfangen. Es gab unter den einheimischen Holzfällern schon Verluste, einige waren verschwunden, und man befürchtete das Schlimmste. Noch am Abend traf man Magister Fjodor Peddersen, der auch etwas zu berichten wusste. Er war kein alter Freund des Bronnjaren, sondern hatte ihn vor drei Monaten auf der Durchreise kennen und schätzen gelernt. Er stammte aus Festum und hatte dort auch seine Ausbildung absolviert. Hier hatte er Umtriebe von Moorleichen entdeckt. Peddersen bestätigte noch einmal die Berichte des Schulzen.

Außerdem hegte er wenig Hoffnung für die norbardischen Händler, die sich weiter nach Norden aufgemacht hatten und seitdem als verschollen galten. Sein nächstes Ziel war ebenfalls Bonna. Nachdem Meister Lyoscho ihn nach Befragung als vertrauenswürdig einstufte, wurde er von den bisherigen Erkenntnissen der Gefährten unterrichtet und ihm wurde angeboten, sie auf der weiteren Reise zu begleiten.

Tsaekal erreichte Fedoran nach Einbruch der Dunkelheit. Er war beim ausspionieren des Boronis von diesem entdeckt worden. Durch irgend etwas konnte der Geweihte den Nivesen davon überzeugen, dass man ihm trauen könne. Tsaekal wollte das nicht näher erläutern, verwies aber auf den von Boron gesegneten Speer, den er bei sich trug. Der Geweihte riet den Gefährten dringend davon ab, zur Burg Bathor zu reisen, das sei ihr sicherer Tod. Vielmehr sollten sie im Sumpf die beiden Begleitsärge mit den Hexen finden. Er wollte sich derweil um den Erzvampir kümmern.

Am nächsten Morgen fuhr Grimjan mit der Kaleschka zurück nach Brandthusen, während die Gefährten und Peddersen Richtung Bonna aufbrachen. Am Abend erreichte die Reisegruppe eine verfallene Köhlerhütte. In ihr lauerten fünf Vampire. In einem kurzen aber heftigen Gefecht konnten vier von ihnen vernichtet werden, einer floh in Nebelgestalt.

Am 4. Firun fanden die Reisenden drei Leichen am Wegrand, eine Frau, einen Thorwaler und einen Elfen. Vermutlich waren sie Söldner, die zur Aufklärung des Moorleichenproblems angeheuert worden waren. Kurz danach kam es nochmal zu einem Angriff einiger untoter Tiere, die aber keine wirkliche Bedrohung darstellten.

Am Abend erreichte man Bonna. Der örtliche Druide Lugaid, der erst kürzlich aus einer Praiotenfestung befreit wurde, war im Dorf und begrüßte die Gefährten erleichtert. Es gab im Dorf schon zahlreiche Tote. Immer nachts kam es zu Angriffen. Außerdem wusste Lugaid zu berichten, dass Sheannas Schwester Dhana vor einiger Zeit noch in einer Hütte nordwestlich, unweit des Dorfs gelebt hatte. Sie suchte nach einem Ort namens „Steine von Ser’rak“.

In einem Massengrab wurden die Toten aus Bonna begraben und ihre Seelen den Göttern empfohlen. Am nächsten Morgen, dem 5. Firun, reisten die Gefährten zu Dhanas Hütte. Wie zu erwarten war, war sie verlassen. Aber ganz offensichtlich hatte Sheannas Schwester einige Nachforschungen über die aktuellen Ereignisse angestellt.

 

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