Archiv der Kategorie: Yggdrasill

Der Jäger I

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Wir wollten uns gerade wieder ins Langhaus begeben, um dies mit einem Humpen Met zu feiern, als die Volva zu uns trat und sagte, „Morgen kurz nach dem die Sonne den Horizont berührt, findet ihr euch alle in meiner Hütte ein. Ich muss mit euch etwas wichtiges Besprechen.“

Wir legten uns also schlafen, immerhin waren wir in den letzten Tagen nicht sonderlich oft dazu gekommen und so geschah dann in dieser Nacht auch nichts Besonderes mehr. Nur Ubbo berichtete uns am nächsten Morgen auf dem Weg zur Volva Hild, dass er einen überaus deutlichen Traum erlebte, in dem wieder einmal zwei schwarze Raben vorkamen und ein Mann in Lumpen der durch den weiß verschneiten nächtlichen Wald lief. Es war alles nicht greifbar, aber es fühlte sich an als ob die Götter noch nicht fertig mit uns wären. Weiterlesen

Winter in Rohald II

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Wir wollten also soeben das Langhaus verlassen, als ein markerschütternder Schrei aus dem hinteren Teil des Hauses, aus den Räumen des Jarl erklang. So nahmen wir die Beine in die Hand und fielen förmlich die Stiege ins obere Stockwerk hinauf. Hier war der der Raum mit Fellen und Stoffen in zwei Schlafbereiche unterteilt. In dem einen stand das Bett von Gudrid und ihrem Mann und in dem anderen das Bett von Hrolf und seiner Frau. In diesem lag Hrolf auch zusammengekrümmt wie ein kleines Kind und sich vor Schmerzen windend. Um ihn herum seine sorgenvoll dreinschauende Frau Yngwe, seine älteste Tochter Gudrid, der es ebenfalls nicht gut zu gehen schien und ihr Mann Herjolf, der sie leicht stütze. Hrolf hatte sich wohl schon ein paar Mal erleichtert und das gute Festessen auf den hölzernen Dielenboden gekotzt. Weiterlesen

Winter in Rohald I

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Dänemark, das Dorf Rohald an der westlichen Küste der Isle of Fyn, Wintereinbruch

Es war die Zeit im Jahr in der Uller, der Gott des Winter, damit begann unsere Welt der Menschen immer mehr unter seinen weißen Umhang zu legen. Die Zeit in der die Tage kürzer wurden und die Schatten anfingen, aus ihren dunklen Löchern zu kriechen um allerlei Unheil zu verrichten. Es war also die Zeit, in der wir wieder begannen öfter am Feuer zu sitzen, um Met zu saufen und uns Geschichten zu erzählen. Nun und genau deshalb beginne ich, Leif Skogvarsson hier mit der meinigen.

In besagter Zeit ist es wie wohl überall üblich, den Sommer mit einem Fest zu verabschieden und den Winter zu begrüßen. Seit alters her wird dieses Sommerendfest zum Wintereinbruch dazu genutzt, um Vermählungen zu verkünden, Eide zu schwören, Erbfolgen neu zu bestimmen oder einfach um das von den Frauen frisch gebrauten Met und den im Vorjahr eingelegten Hering zu verkosten. Weiterlesen