Archiv des Autors: thd

Karl Auenthal

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Am 20. November 1714 wurde Karl als fünftes Kind einer Händlerfamilie in Frankfurt geboren. Er genoss eine gute Schulbildung und wurde mit seinem vierzehnten Lebensjahr zu einem angesehenen Wissenschaftler, Adam Ludwig Offenbach, in die Lehre geschickt. Offenbach war Alchemist, bzw. moderner ausgedrückt, war er Chemiker, allerdings durchaus mit einem Hang zum Okkulten und den Parawissenschaften gegenüber aufgeschlossen. Weiterlesen

Die Seelenfalle III – Hubert Gimpel muss warten

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—Reisebericht von Karl Auenthal

Zwanzig Gulden wollte die Faustgesellschaft uns zahlen für jede Phiole mit Seelenlicht, die wir zurückbringen könnten. Doch bevor wir die Verfolgung von Hubert Gimpel aufnahmen, bat uns Herbert Grün, ihm und seinen Männern dabei zu helfen, die Kreatur, die wir alle Charlotte Grendel getauft hatten, zur Strecke zu bringen. Ich hatte ein paar Bedenken und warf die auch in den Raum, Schließlich handelte es sich bei der Kreatur um einen Alb, also nicht um ein beseeltes Monster oder einen Dämon aus dem Höllenriss, sondern um eine „normale“ Kreatur, die es auch schon vor dem Vorfall gab. Meine Gefährten hatten aber starke Argumente. Vor allem die zahllosen Leichen in der Höhle, die die Wurzeln für die Brut von Grendel ausgesaugt hatten, waren ein überzeugender Grund, das Ding nicht weiter wüten zu lassen. Weiterlesen

DIe Seelenfalle II – Charlotte Grendel

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—Reisebericht von Karl Auenthal

Das Kind schrie wie am Spieß. Der hohle Baumstamm verzerrte das Geräusch noch mehr ins Unheimliche. Sofort eilten alle herbei, um dem Kind beizustehen. War ich der Einzige, dem diese Szenerie seltsam vorkam? Zu meiner Verwunderung schnappte aber keine Falle zu, kein Monster brach aus der Göre hervor, noch näherten sich weitere Angreifer. Sollte ich mich irren? War das Mädchen wirklich nur ein Kind, das hier in der Öde zurück gelassen wurde? Langsam begann auch ich zu zweifeln. Weiterlesen

Die Seelenfalle I – Kühnes Senf und der Extraktor

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Fortsetzung unseres Reiseberichts
—von Karl Auenthal

Donnerstag, 7. Mai 1733, Jakobsheim — Michel von der Schanz war an diesem Morgen bereits zeitig aufgebrochen, so dass ich nur noch mit Johann Gerbrand und Don Ignacio im Gasthaus beisammen saß. Im Dorf herrschte grimmige Betriebsamkeit. Die Leichen der letzten Nacht wurden zusammengetragen und am Rand des Moors in einer tiefen Grube verbrannt. Siegfried Kühn, der Gastwirt, bereitete uns ein reichhaltiges Frühstück. Wir waren nun Gäste des Dorfes. So wollten die Jakobsheimer sich erkenntlich zeigen, dafür, dass wir den Ort vor dem Untergang gerettet hatten. Vielleicht sparte Siegfried auch deshalb nicht mit seiner scharfen Würzpaste, die landläufig auch als Kühnes Senf bekannt war.

Wir hatten beschlossen, dass ein Tag Pause uns allen gut tun würde. Ich hatte zwar mein Möglichstes getan, alle Wunden zu behandeln, aber manches heilte einfach nur die Zeit. Dennoch wollten wir uns nicht ganz dem Müßiggang hingeben, sondern noch einmal zum Mausoleum gehen. Während wir noch die Details diskutierten, betrat ein Fremder die Gaststube. Weiterlesen

Eddy aus Eden

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Am zweiten Tag nach unserer Rückkehr zur Arche gab es eine Versammlung aller Bewohner, und die Expeditionen berichteten von ihren Erfolgen. Augenfällig war, dass der Prediger, Oskartian, nur ein paar Beobachter geschickt hatte und selber dem Ganzen fern geblieben war.

Abends lud uns Vigor zu sich ein. Astrina hatte ihn gebeten, gemeinsam mit uns anderen, die Gesandten der Fischmenschen abzufangen und zu einem geheimen Treffen mit ihr zu bringen. Wir diskutierten das kontrovers. Ich hatte zu der Zeit kein Vertrauen mehr in die Führungsstärke der Archivarin und machte den Vorschlag, dass wir selbst die Geschicke der Arche in die Hände nehmen sollten. Das war die Geburtsstunde von #TeamBruno, meiner Bewegung, die zum Ziel hatte, allen in der Arche die gleiche Stimme und die gleichen Rechte zu verleihen. Weiterlesen

Wildherz 2 – Lauf Gorhar, lauf!

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Tag 3
Skogbiorn und Gorhar waren den gesamten Tag jagen und kehrten am Abend mit ausreichend Rationen für vier Reisetage ins Lager zurück. Sie hatten auf dem Rückweg versucht, ihren Spuren zu folgen und mussten feststellen, dass diese fort waren. Der Wald schien sich immer wieder zu verjüngen, oder sich einen bösen Scherz mit uns zu erlauben. Erstaunlicherweise betraf das nicht unser Lager. Dort waren selbst Spuren vom Morgen noch gut zu sehen.

Tag 4
Am Nachmittag fanden wir an einem Bachlauf zwei Leichen. Die Männer schienen auch beim Thing der Ejdlande gewesen zu sein. Es gab Anzeichen dafür, dass etwas Großes sie erschlagen hatte. Beide waren schon länger als einen Tag tot. Erst dachten wir an einen Troll als Angreifer. Die Wunden deuteten aber eher darauf hin, dass es eine der untoten Kreaturen war, gegen die auch wir im Nebel gekämpft hatten. Ich suchte die Umgebung ab, während die anderen die Leichen bestatteten. Keine zwölf Schritt vom Bach entfernt fand ich verwitterte Knochen unter Büschen verborgen, von einer Abscheulichkeit, die mir sehr vertraut vorkam. Auch bei dieser  war der Körper inzwischen vollkommen verwest. Weiterlesen

Wildherz 1 – Der Nebel

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Tag 1 – Spätherbst
Die Clans der Ejdlande waren zum Thing zusammen gekommen. Hunderte von Menschen hatten sich versammelt, um den Göttern Blutopfer darzubringen und die jungen Männer der Stämme in den Kreis der Erwachsenen aufzunehmen. Letztes Jahr hatte ich, Jorn Kolsvarta, meine Initiation erhalten, und bereits heute ging ich den Priestern bei den Zeremonien zur Hand. Ich säuberte die Blutschalen, half beim aufziehen der Opfergaben an den großen Blutpfählen und kümmerte mich um all die Kleinigkeiten, die es drumherum zu erledigen gab.

Es war der letzte Abend. Das meiste Gepäck hatte ich schon zusammengeräumt. Die Männer der Stämme saßen an den Feuern für ein letztes Abendmahl beisammen, als mit der untergehenden Sonne Nebel aus den Wäldern in die weite Senke kroch.  Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 11. November – 11. Dezember

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Sonntag, 11.11.1956 – Um 22 Uhr versammelt sich die Berliner Gesellschaft im Zoologischen Garten. Anstatt das irgendwas weltbewegendes passiert, überbringen die Gesandten des Sabbaths nur eine Einladung zu einem Gipfeltreffen in drei Wochen, um über die Geschicke Europas zu beraten. Einzig Bemerkenswertes: in den Reihen des Sabbaths findet sich Angus Mackenzies Zwillingsbruder, den dieser seit langem tot wähnte. Das führt natürlich zu einigen Fragen im Ahnenrat, an dem wir (von Siemens, von Vieregg und ich) zunächst teilnehmen sollen, dann aber auf den Wunsch von Angus weggeschickt werden. Wieder eine nicht gerade vertrauensbildende Maßnahme des Caitiff. Um die Zwillinge zukünftig auseinander halten zu können, teile ich Angus eine geheime Losung mit: … .

Dienstag, 11.12.1956 – Es ist der Abend der großen Zusammenkunft in einer Villa am Wannsee. Ich hatte Frau Overbeck davon überzeugen wollen, dass es nicht klug ist, dort alle Vampire der Stadt zu versammeln. Aber wie so oft, wurden meine Bedenken in den Wind geschlagen. Zu der Versammlung kommt alles, was in Europa Rang und Namen hat. Allen voran Iwan der Schreckliche als Kardinal des Sabbaths und Mithras, als Vertreter der europäischen Camarillavampire. Wir bekommen nichts von den Inhalten mit, aber insgesamt verläuft alles sehr friedlich.

Erst in den nächsten Tagen kommen Ergebnisse der Verhandlungen ans Tageslicht. Die europäischen Grenzen werden, so wie sie sind, festgeschrieben. Berlin wird zu einer geteilten Stadt, somit ist Albrecht nun Prinz von West-Berlin, und ein allgemeiner Waffenstillstand wird vereinbart.

Mit Gold aufgewogen – Edelnutten in Harrenhal

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18.02.297 erreicht die Reisegruppe Harrenhal und wird von Familie Whent empfangen. Ser Richard plant seinen Diebstahl, sein Bruder lehnt entschieden ab, an dieser niederträchtigen Tat teilzuhaben.

Der kommende Tag verstreicht mit einer Burgbesichtigung und Müßiggang. Erst in der Nacht vom 20. auf den 21.02. begeht Ser Richard seine Tat. Erstaunlicherweise gelingt es ihm, sowohl die Bücher für die Hexe, als auch das valyrische Schild von Aegon dem Eroberer zu beschffen. Er hatte wohl Hilfe von einem angeheuerten Schergen aus der Stadt, der ihm beim erklimmen eines der Wehrtürme behilflich war.

21.02.297 – Der junge Robert Frey wird vermisst. Er ist am Abend in ein Hurenhaus verschwunden. Ser Gregor folgt, im Auftrag seines Bruders, der Spur des Blages und befragt die Huren. Leider ist eine von ihnen nicht sehr kooperativ, so dass Gregor seine zuvor angedrohten Konsequenzen umsetzen muss und ihr die Kehle durchschneidet. Das spärliche Ergebnis der Ermittlungen: Vermutlich haben einige Fischer den Frey-Jungen entführt, oder sogar getötet. Am Vormittag sind die Fischer auf dem See, so dass Ser Gregor das Viertel nach Spuren oder der Leiche durchsucht – allerdings nicht lange. Der Bordellbetreiber scheint gute Beziehungen zum Haus Whendt zu haben, denn einige Wachen versuchen, den Ser Gregor wegen Mordes zu verhaften. Auf Wunsch seines Bruders Richard begleitet er die Soldaten zur Burg und stellt sich der Hausherrin. Diese wittert offenbar die Gelegenheit, ein gutes Geschäft zu machen und möchte 400 GM für die Prostituierte als Entschädigung haben. Bis das beglichen ist, muss Ser Gregor als Gast auf Harrenhal bleiben.

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 6.-10. November

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Dienstag, 06.11.1956 – Ich bin mit von Siemens eine Weile im Hotel Kempinski an der Bar, doch Mackenzie taucht nicht auf. Also beschließen wir, von Vieregg zu informieren und alles weitere morgen im Fuchsbau zu klären. Doch auch der Tremere ist nicht zu finden. Wir fahren den Straßenstrich am Bahnhof Zoo ab, aber von Vieregg scheint nicht auf der Jagd zu sein. Von Siemens hinterlässt an der Kapelle eine Nachricht für ihn, während ich ins Lost Souls gehe.

Mittwoch, 07.11.1956 – Wir treffen uns im Fuchsbau. Mackenzie berichtet von seinem Treffen mit Jean Monnet. Der Franzose – wie von Vieregg bestätigt, ist er ein Ghul – räumte recht unverblümt ein, weiter Kontakt mit dem Sabbath zu haben. Mackenzie hält ihn allerdings nicht für eine Bedrohung – was für ein Narr!
Jean Monnet hat Mackenzie erzählt, dass er in der Zeit nach der Entführung in Brügge in einem Straflager Kontakt mit Himmler hatte. Mehr Details weiß der Caitiff nicht oder will sie nicht berichten, also kehre ich zeitig nach Hause zurück. Dort finde ich eine Einladung für eine Kunstausstellung am morgigen Abend von einem Pop-Art Künstler namens Richard Hamilton vor. Eigentlich ist diese Moderne Kunst nicht meins, aber wenn ich schon so nachdrücklich gebeten werde… Weiterlesen

Von Gift und Gier

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Lord Walder Frey hat zum 24.01.297 Richard Roxten zu einer Audienz geladen. Er scheint nicht sehr erfreut, dass sich die Roxtens all zu sehr auf den Eiseninseln engagiert haben. Als Richard am 28.01. zurück in Hag’s Mire ist, berichtet er, dass Walder Frey ihn zu einem Bußgang genötigt hat. Eine Gesandtschaft der Roxtens soll einige Söhne der Freys eskortieren und als demütige Vasallen des Hauses auftreten. Die Reise wird etwa einen Monat dauern und geht nach Altsass, um die Kinder dort der Septe zu übergeben.
Lord Richard bittet seinen Bruder Ser Gregor, ihn zu begleiten, da er Sorge um seine Sicherheit hat. Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 4.-6. November

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Sonntag, 4.11.1956 – Wir sind weiterhin im Fuchsbau und besprechen unser Vorgehen. Mackenzie möchte gerne Jean Monnet in Augenschein nehmen. Von Siemens kann evt. Einladungen für die Matinee am Montag Abend besorgen. Es könnte interessant werden, herauszufinden ob der Franzose in irgendeiner Weise besessen ist. Außerdem hat Constance einen ihrer Ghule, Albert Mayer, bei den Verhandlungen platziert. Vielleicht plant die Beraterin des Prinzen etwas?

Nachdem unserem Treffen im Fuchsbau zu Ende ist, spreche ich mit Madame Felix. Sie weiß zu berichten, dass der Schotte ein Stuart ist und sich über die Résistance uns angeschlossen hatte. Madame Felix hat sich seit seinem verschwinden nicht mehr mit ihm beschäftigt. Als ich ihr berichte, dass der Schotte der Erzeuger von Mackenzie ist, wird sie hellhörig und will darüber noch mehr Informationen einholen. Weiterlesen

Lord Byrons Tagebücher, Berlin 1956, 1.-4. November

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Zehn Jahre sind verstrichen. Berlin ist zweigeteilt in einen Ost- und einen Westsektor. Von Siemens meldet sich bei mir. Der Archivar der Stadt, Karl von Gutenberg, möchte uns morgen Abend um 22 Uhr in der konspirativen Wohnung treffen.

Freitag, 2. November 1956 – Ich fahre zur gewünschten Zeit zum Fuchsbau. Das treffen scheint mit allen aus dem alten Klüngel anberaumt zu sein. Neben von Siemens sind auch von Vieregg und Mackenzie dort.
Karl von Gutenberg erscheint pünktlich und bittet um Diskretion, denn es geht um eine delikate Angelegenheit. Ihm ist Constance nicht geheuer und er bittet uns, Augen und Ohren offen zu halten, ob wir etwas kompromittierendes finden, dass er gegen sie verwenden kann. Weiterlesen

Der sterbende Gigant

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Persönliches Logbuch, Giuseppe Lombardi, 05.01.2268 – Theonothk-Sektor
Ich vermute, es war schieres Glück, dass wir aus dem Gefecht mit dem Drakhjäger nur mit leichten Schäden entkommen konnten. Captain Krey hatte Befehl gegeben, sich dem fremden Schiff zu nähern und nach einer Andockmöglichkeit ausschau zu halten. Das Ding ist riesig, fast neun Meilen lang und von völlig fremder Bauweise. Unsere Scans ergaben, dass kaum noch Energiesiganturen von dem Schiff ausgehen, mal abgesehen von den chaotischen Messwerten der Anomalie, die weite Teile mittschiffs zerstört hat, treibt der Koloss wie ein sterbender Gigant im All. Weiterlesen